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Ursula Weber: Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n. Chr.
Gulag_Wildschweine Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.
*Gulag, Herr der Wildschweine (?) [wārāzbed]


© Dr. Ursula Weber - 19.06.2024 C Seite 1/11

Vorwort Abkürzungsverzeichnis Personenregister Orts- und Sachregister

Griechisches Wörterverzeichnis Karte des Sāsānidenreiches

NPi I: Introduction NPi II a: Main part a NPi II b: Main part b NPi III: Conclusion

ŠKZ I: Genealogie ŠKZ II: Hofstaat Pābags ŠKZ III: Hofstaat Ardašīrs I.

ŠKZ IV: Hofstaat Šābuhrs I. ŠKZ V: Frauen



*Gulag, Herr der Wildschweine (?) [wārāzbed]
[ŠKZ IV 67]




Ṭāq-i Bustān: Kleiner Iwan. Relief der linken Seitenwand: Eberjagd
Foto: Philippe Chavin, Taq-e Bostan - Low-relief the boar hunt, CC BY-SA 3.0






Inhaltsverzeichnis:

I. Quellen (B) ...................................................................................................................................... 2
II. Prosopographie (P) "*Gulag, Herr der Wildschweine (?) [wārāzbed]" ............................................ 3
III. Literatur (L) ...................................................................................................................................... 9
IV. Abbildungsverzeichnis ................................................................................................................... 11
Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.
*Gulag, Herr der Wildschweine (?) [wārāzbed]


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I. Quellen (B)
ŠKZ: mpI 35: gwlky ZY wlʼcpt = Gulag ī wārāzbed; paI 29: wrdk wrʼzpty = *Wardag wārāzbed; grI
67/68:  [[]] - Übers.: mp. *Gulag, den Herrn der Wildschweine (?); pa. *Wardag,
den Herrn der Wildschweine (?); gr. *Wardag, (den) Herrn der Eber (?).

Xenophon:
Anabasis. Übers., Einleitung und Anmerkungen von H.Vretska. Stuttgart (1965) 16: I 2,7: "Hier besaß
Kyros ein Schloss und einen großen Park voll wilder Tiere, die er vom Pferde aus zu jagen pflegte,
sooft er sich und seine Rosse üben wollte".

Ammianus Marcellinus: Römische Geschichte. Lateinisch und Deutsch und mit einem Kommentar
versehen von W.Seyfarth. Teil 3, Buch 22-25. 3. unveränderte Aufl. Berlin 1986. - hier Buch 24,5,2;
24,6,3.
24,5,2: erat etiam in hac eadem regione extentum spatium et rotundum loricae ambitu circumclausum
destinatas regiis uoluptatibus continens feras, ceruicibus iubatis leones armisque hispidos apros et
ursos, ut sunt Persici, ultra omnem rabiem saeuientes et alia lecta immania corpora bestiarum. quas
omnes diffractis portarum obicibus equites nostri uenatoriis lanceis et missilium multitudine con-
foderunt.
24,6,3: utque lassitudine succederet quies opportuna, in agro consedimus opulento arbustis et uitibus
et cupressorum uiriditate laetissimo, cuius in medio diuersiorum opacum est et amoenum gentiles
picturas per omnes aedium partes ostendens regis bestias uenatione multiplici trucidantis; nec enim
apud eos pingitur uel fingitur aliud praeter uarias caedes et bella.

Übers.: Römische Geschichte. Ed. W.Seyfarth. T. III (1970) 24,5,2: "In dieser Gegend [bei Seleukeia-
Ktesiphon] befand sich ein ausgedehntes kreisförmiges Gelände, das mit einem festen Gatter umge-
ben war und für das Jagdvergnügen des Königs bestimmte wilde Tiere enthielt: Mähnen-Löwen, Eber
mit borstigen Flanken, Bären, die, wie in Persien üblich, in übermäßiger Wildheit wüten, und andere
ausgesuchte wilde Tiere. Sie alle schossen unsere Reiter, nachdem die Riegel der Tore erbrochen
waren, mit Jagdspeeren und vielen Geschossen zusammen".
24,6,3: "Jetzt sollte auf die ermüdende Anstrengung zunächst eine willkommene Ruhepause folgen,
und so lagerten wir uns in einem reichen Gelände, das mit seinen Gehölzen, Weingärten und grünen
Zypressen einen freundlichen Anblick bot. Mitten in diesem Gelände lag ein schattiges und liebliches
Lustschloss, das in allen Räumen Gemälde im einheimischen Stil aufwies. Sie zeigten den König, wie
er in vielen Jagdarten wilde Tiere erlegte. In Persien gibt es nämlich keine Gemälde oder Darstellun-
gen, von Bildhauern, die nicht Mord und Krieg zum Gegenstand haben".


Turfantext M31 (mp.): Text in Transliteration nach M.Boyce, A Reader in Manichaean Middle Persian
and Parthian. Texts with Notes. Leiden, Téhéran (1975) 44f.(Acta Iranica.9.)(Textes et Mémoires.II.)
Dt. Übers.: Die Gnosis. Dritter Band: Der Manichäismus. Unter Mitwirkung von J.P.Asmussen, eingel.,
übers. und erläutert von A.Böhlig. Zürich, München (1980) 95-96.
95: Die Schicksalsstunde Manis vor dem König der Könige Bahram I., nach dem mittelpersi-
schen Text M3: ---- [Mani] --- kam, als wir, ich Nūḥzādag der Dolmetscher, der Schreiber (?) Kuschtai
und der Perser Abzaḥyā, von ihm [zusammengerufen] worden waren. Und der König war beim Mahl
und hatte noch nicht die Hände gewaschen. Und die Gefolgsmänner kamen herbei und sagten: "Mani
ist gekommen, und er steht an der Tür". Und der König sandte dem Herrn eine Botschaft: "Warte eine
Weile, bis ich selbst zu dir kommen kann". Und der Herr setzte sich wieder auf der einen Seite der
Wache (?) (des Fensters?), bis der König die Hände gewaschen hatte, weil er 96 gerade im Begriff
war, auf die Jagd zu gehen. Und er stand von dem Bankette auf und legte eine Hand auf die Königin
der Saken und die andere auf Kardēr, den Sohn Ardawans, und kam zum Herrn heran. Und als An-
fang seiner Worte an den Herrn sprach er so: "Du bist nicht willkommen!" [Und der Her]r antwortete:
"Aus welchem Grund? Habe ich etwas Böses getan?" Und der König sagte: "Ich habe einen Eid ge-

1 W.B.Henning, Mani's Last Journey. In: BSOAS 10(1942) 949-950. - Wiederabgedr. In: Selected
Papers. Band II. Leiden, Téhéran (1977) 81-93. (Acta Iranica.15.)(Hommages et Opera Minora.VI.) -
Engl. Übers. in J.P.Asmussen, Manichaean Literature. Delmar, New York (1975) 54.(Persian Heritage
Series.22.)
Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.
*Gulag, Herr der Wildschweine (?) [wārāzbed]


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schworen, dich nicht in dieses Land kommen zu lassen". Und im Zorn sprach er so zum Herrn: "Ah,
wozu hat man euch nötig, da ihr weder in den Krieg zieht noch die Jagd treibt? Aber vielleicht
seid ihr für dieses Doktern und dieses Arzneibringen nötig? Und nicht einmal dieses tut ihr!"
Und der Herr antwortete in dieser Weise: "Ich habe Euch gar nichts Böses getan. Im Gegenteil habe
ich immer Euch und Eurer Familie Wohltaten erwiesen. Und viele und zahlreich sind Eure Diener, aus
denen ich Dämonen und Teufelinnen heraus[getrieben] habe. Und viele sind es gewesen, die ich von
ihrer Krankheit habe aufstehen lassen. Und viele sind es gewesen, von denen ich allerlei Arten von
Fieber und Frösteln abgewandt habe. Und viele sind es gewesen, die zum Tode gekommen sind, und
die ich [zum Leben zurückgerufen] habe".

Kārnāmag ī Ardaxšēr ī Pābagān
La geste d'Ardashir fils de Pâbag. Kārnāmag ī Ardaxšēr ī Pābagān. Traduit du pehlevi par F.Grenet
(2003) 103: ch. XI, 5-6: [XI,1: Un jour Ardashir alla à la chasse...]; XI, 5-6: Les généraux, les grands,
les nobles, les courtisans, quand ils virent cela, demeurèrent interdits, et tous allèrent trouver le Mage
des Mages...; XI,6: Le Mage des Mages, le général en chef de l'Iran, le chef des gardes, le chef des
scribes, le grand conseiller des courtisans, allèrent devant Ardashir, tombèrent face contre terre, ...
Auch wenn diese Quelle spätsāsānidische Züge trägt, so darf man davon ausgehen, dass die Jagdsit-
ten zur Zeit Ardašīrs I. auch maßgeblich blieben für die Könige der folgenden Jahrhunderte: Die Hof-
gesellschaft und die höchsten Würdenträger des Reiches begleiteten den Großkönig auf der Jagd.

II. Prosopographie (P) "*Gulag, Herr der Wildschweine (?) [wārāzbed]"
Mit *Gulag, dem Herrn der Wildschweine/Eber, endet die Aufzählung der 67 Würden-
träger im Hofstaat →Šābuhrs I. Wie der Jagdmeister →Sagbus [ŠKZ III 29] im Hof-
staat →Ardašīrs I. [ŠKZ I 8] auf dem drittletzten Platz, so muss sich auch *Gulag mit
einer sehr niedrigen Einstufung, sogar mit dem letzten Rang unter den Würdenträ-
gern Šābuhrs I., begnügen. Sein Name erscheint in drei Varianten: Zur sprachwis-
senschaftlichen Diskussion dieses Namens und zu seiner Ansetzung im mp. als
*Gulag, im pa. als *Wardag und im gr. als  gibt Ph.Huyse überzeugende
Darlegungen2.
Hinter *Gulags Berufsbezeichnung wārāzbed - zu altiran. *varāza3 - 'Herr der Eber',
verbirgt sich eine Aufgabe, die zum umfangreichen Bereich des königlichen Jagdwe-
sens gehörte. Es fällt auf, dass Šābuhr I. für seinen großen Hofstaat nicht einen Be-
auftragten für das gesamte Jagdwesen ernannt hat, wie es sein Sohn Ardašīr I. vor-
zog, sondern nur einen Spezialisten für die Eberjagd. Das könnte auf eine Vorliebe
Šābuhrs I. für die Schwarzwildjagd hinweisen.
Da die Jagd schon in vorachaimenidischer Zeit ein Privileg der Könige und des
Adels4 war, dürfte auch *Gulag mit Sicherheit Angehöriger des sāsānidischen Adels
gewesen sein. Weitere Nachrichten zur Person *Gulags, der nur durch die Šābuhr-
Inschrift bekannt ist, finden sich in anderen Quellen nicht.

2 Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 180a. - →auch W.B.Henning, A List of Middle-Persian and Parthian Words
(1937-1939) 88. - Ph.Gignoux, Glossaire des inscriptions pehlevies et parthes (1972) 22: gwlky =
Gulak (mpI); 66: wrdk = *Wardag (pa.I). - M.Back, SSI (1978) 217, Nr. 148. - Ph.Gignoux, Noms pro-
pres sassanides en moyen-perse épigraphique (1986) 90, Nr. 397. - R.Schmitt, Personennamen in
parthischen epigraphischen Quellen (2016) 227, Nr. 549 b. Wardag (mpI: gwlky; paI: *Wardag; gr.

3 Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 180. - id., Sprachkontakte und Entlehnungen zwischen dem Grie-
chisch/Lateinischen und dem Mitteliranischen. In: Grenzüberschreitungen. Formen des Kontakts zwi-
schen Orient und Okzident im Altertum. Hrsg. von M.Schuol, U.Hartmann und A.Luther (2002) 207 s.
v.: [[]] vgl. S. 215: A
4 W.Fauth, Der königliche Gärtner und Jäger im Paradeisos. Beobachtungen zur Rolle des Herrschers
in der vorderasiatischen Hortikultur (1979) 1-53. - W.Knauth in Verbindung mit S.Nadjmabadi, Das
altiranische Fürstenideal von Xenophon bis Ferdousi (1975) 112-119. - M.Herles, Zur Darstellung der
Wildschweinjagd im Alten Orient (2012) 219-240; hier 230-236.
Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.
*Gulag, Herr der Wildschweine (?) [wārāzbed]


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Die Jagd spielte im Leben der Sāsānidenkönige eine herausragende Rolle, diente
der Repräsentation und war "Ausdruck königlicher Macht und Stärke"5. Mit welch
großem Aufwand6 eine Jagd veranstaltet wurde, schildert das Kārnāmag7 und das
Šāhnāme8. Danach begab sich der König im Kreise der Mitglieder seines Hofstaates
und der ersten Würdenträger seines Reiches in prächtiger Ausstattung auf die Jagd9,
an der auch Frauen10 nicht nur als Musikantinnen teilnahmen. Es handelte sich bei
diesen Anlässen wohl nicht um eine alltägliche Jagd, sondern wegen ihrer außerge-
wöhnlichen Prachtentfaltung um königliche Jagdveranstaltungen.
Neben der königlichen Repräsentation dienten die Jagden aber auch der körperli-
chen Ertüchtigung und waren eine gute Vorbereitung für das Kriegshandwerk11. Trai-
niert wurden die Reitkunst, der Umgang mit den Waffen und die Unerschrockenheit
gegenüber wilden Tieren. Nach der Jagd versammelte sich die Jagdgesellschaft in
dem mit seltenen Pflanzen und Bäumen bestandenen A bei einem ausge-
dehnten Mahl, das von Musik begleitet wurde. Das mittelpersische Turfanfragment M
312 berichtet, wie →Wahrām I.13 bei einem solchen Festgelage nach einer Jagd von
→Mānī gestört wird, ihn warten lässt und später den Religionsstifter im Beisein der
Königin der Saken und des Würdenträgers →Kerdīr, Sohn des Ardawān [ŠKZ IV 61],
vorwurfsvoll fragt, zu welchem Nutzen bist du da? Du ziehst weder in den Krieg noch
gehst du auf die Jagd... und wies ihn als einen Störenfried ab mit dem Hintergedan-
ken, dass er zu Nichts zu gebrauchen sei.
Die Jagden fanden nach altorientalischem Vorbild nicht in der freien Natur14, son-
dern in großen naturbelassenen 15 statt, die entweder durch Mauern oder

5 M.Alram, Die Kunst im Sasanidenstaat. In: 7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Ira-
nischen Nationalmuseum in Teheran (2000) 272.
6 Für die achaimenidische Zeit s. Xenophon, Kyroupaideia I 2,9 (Ed. M.Bizos [1972]): ...mais chaque
fois que le roi sort pour aller à la chasse, il y laisse la moitié de la garnison; cela lui arrive plusieurs
fois par mois. Ceux qui partent doivent avoir des arcs...
7 Kārnāmag →B: Quellentexte. - →auch N.G.Garsoïan, Prolegomena to a Study of the Iranian As-
pects in Arsacid Armenia (1976) 184.
8 Nach W.Knauth/S.Nadjmabadi, Das altiranische Fürstenideal von Xenophon bis Ferdousi (1975) 115
Anm. 19: Ferdowsis Schahnameh. A Revision of Vuller's Edition by Said Naficy, Teheran Beroukhim
1934(1313 H.) - 1936(1315 H.): IX (43) S. 2869 v. 3438ff.
9 Dabei ist festzustellen, dass die Tradition der Jagdsitten große Kontinuität bewies: K.Erdmann [Die
sasanidischen Jagdschalen. In: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen 57(1936) 196 Anm. 1]
macht "auf einen Bericht des Megasthenes vom Hof von Pāṭaliputra (Fragment 27, überliefert durch
Strabo, Buch XV)" [→FHG. Ed. C.Müller. T. II (1848) 423] aufmerksam, der stark an die beiden Jagd-
darstellungen an den Seitenwänden des Ṭāq-i Bustān erinnert.
10 A.Sh.Shahbazi, Hunting in Iran i. In the Pre-Islamic Period. In: EncIr XII,6(2004) 577-580: "Sasanian
hunting parties spectacular occasions (Šāh-nāma [Moscow], VII, pp. 340f.; IX, pp. 211f.). Interestingly
women of the noble class were allowed to participate in the hunt (Nāma-ye Tansar, p. 23), and they
are indeed shown accompanying Ḫosrov Parvēz in the hunting panels of Ṭāq-e Bostān".
11 Xenophon, Kyropaideia I 2,10.
12 →Kerdīr, Sohn des Ardawān [ŠKZ IV 61]: S. 4 Anm. 19.
13 Nach der überzeugenden Argumentation des Koptologen I.Gardener handelt es sich hier nicht um
Wahrām I., sondern um König Narseh, jüngster Sohn Šābuhrs I., als er noch Vizekönig von Sagestān
war →I.Gardner, Mani at the Court of the Persian Kings. Leiden, Boston (2015) 177ff.: Excursus on
the Middle Persian Text M3.(Nag Hammadi and Manichaean Studies.87).
14 Xenophon, Anabasis I 5,2-3 (Ed. P.Masqueray [51970]). - Eine Ausnahme ist hier die lebhafte
Schilderung einer Jagd in freier Wildbahn, da sie während eines Kriegszuges stattfindet.
15 Das griechische Wort paradeisos ist ein Lehnwort aus dem Persischen, mp. *pardēz, und bezeich-
net 'umzäuntes Gehege': s. W.Fauth, Der königliche Gärtner und Jäger im Paradeisos (1979) 5. -
Xenophon, Anabasis I 2,7. - Ammianus Marcellinus, Römische Geschichte. Ed. W.Seyfarth. T. III
(1970) 24,5,2; 24,6,3. - Ph.Gignoux, La chasse dans l'Iran sasanide (1983) [104] - [107]. -
M.A.Dandamayev, Royal paradeisoi in Babylonia. In: Orientalia J.Duchesne-Guillemin emerito oblata
(1984) 113-117. - H.D.Galter, Paradeisos. In: Der Neue Pauly IX(2000) 306.
Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.
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durch Zäune eingefriedet waren. Gejagt wurde auf Löwen16, Bären, Leoparden, Eber
(Abb. 2)17, Hirsche (Abb. 3), Büffel, Stiere, Wildesel und Bergziegen.
Die Verbreitung des Jagdmotivs hat in vielen Sparten der orientalischen Kunst ih-
ren Niederschlag gefunden und spiegelt die Vielfalt jagdlicher Kultur wider. Für die
sāsānidische Zeit sind vor allem die silbernen Jagdschalen18 und die gut erhaltenen
Jagdszenen am Ṭāq-i Bustān zu nennen. Nach den bildlichen Darstellungen auf den
sāsānidischen Silberschalen zu urteilen, gehörten neben dem Eber auch Löwen, Le-
oparden, Bären, Hirsche, Bergziegen, Büffel, Stiere und Wildesel zum bevorzugten
Wild.
Die früheste Darstellung eines Sāsānidenkönigs auf der Jagd, im Kampf mit zwei
Löwen, zeigt →Wahrām II. in Begleitung der Königin, des Kronprinzen und des mow-
bed →Kerdīr [ŠKZ IV 51] auf dem Relief von Sar Mašhad (Abb. 4). Das Relief zeigt
einen dominierend groß dargestellten König im Kampf mit einem Löwen, während ein
zweiter schon niedergestreckt zu seinen Füßen liegt. An seiner charakteristischen mit
Flügeln geschmückten Krone ist die Deutung des Königs als Wahrām II. zweifelsfrei
geklärt. Die Dramatik des Geschehens zeigt sich vor allem in der Geste des Königs.
Es ist der Moment festgehalten, in dem Wahrām II. sich schützend vor eine weibliche
Person, die Königin, stellt, wobei er mit der linken Hand ihren rechten Unterarm um-
fasst. H. von Gall19 glaubte im Löwenkampf Wahrāms II. nicht eine "wirkliche histori-
sche Jagd", sondern eher eine "allegorische Jagddarstellung" zu sehen, wie schon
vor ihm A.D.H.Bivar20 diese Szene gedeutet hatte. A.D.H.Bivar geht noch weiter, er
vergleicht den Kampf gegen die beiden Löwen mit den zwei politischen Gegnern, die
das Königtum Wahrāms II. bedrohten: Einerseits der römische Kaiser Carus durch
seinen gefährlichen Kriegszug und die Eroberung Ktēsiphōns, andererseits der Re-
bell Ormies, Bruder Wahrāms II., wegen seines langjährigen Aufstandes, vermutlich
mit Aussicht auf die Krone des Reiches.
In der persischen Literatur stehen die Jagdabenteuer Wahrāms V. Gōr beispielhaft
für die Jagdleidenschaft der persischen Großkönige und des Adels21. Die Darstellung

16 L.Trümpelmann, Das sasanidische Felsrelief von Sar Mašhad. In: Iranische Denkmäler, Lfg. 5, Rei-
he II: Iranische Felsreliefs A (1975) 1-12; Taf. 1-7. - M.Abkaʻi-Khavari, Das Bild des Königs in der
Sasanidenzeit (2000) 35 Anm. 116; Abb. 22. - Zur Interpretation der Personen s. u.a. die Rezensio-
nen von Ph.Gignoux, StIr 4(1975) 273-274. - H. von Gall, ZA 67(1977) 149-152. - R.Göbl, OLZ
73(1978) 379-383. - W.Fauth, Der königliche Gärtner und Jäger im Paradeisos. Beobachtungen zur
Rolle des Herrschers in der vorderasiatischen Hortikultur. In: Persika 8(1979) 1-32. - D.Thompson,
BiOr 38(1981) 717-719.
17 K.Erdmann, Eberdarstellung und Ebersymbolik in Iran (1942) 345-382. - id., Die Kunst Irans zur
Zeit der Sasaniden (21969) Taf. 29, 31-32. - W.G.Lukonin, Persien II (1967) Abb. 130: Zeichnung des
Felsreliefs im Taq-e Bostan von Sir Robert Ker Porter. - S.Fukai/K.Horiuchi, Taq-i Bustan. Bd 1-4.
1969-1984. - L.Vanden Berghe, Reliefs rupestres de l'Irān ancien (1984) 147-149: Catalogue Nr. 94-
101; 163f.; 206f.: Pl. 38-39. - id., L'Héritage parthe dans l'art sasanide (1987) 249f.
18 K.Erdmann, Die sasanidischen Jagdschalen (1936) 193-232; 21 Abb. - P.O.Harper, The Royal
Hunter. Art of the Sasanian Empire. Catalogue of an Exhibition Shown in Asia House Gallery in the
Winter of 1978 [1978].
19 H. von Gall, Rez. zu L.Trümpelmann, [Das sasanidische Felsrelief von Sar Mašhad. Berlin 1975.
(Iranische Denkmäler. Lfg. 5, Reihe II: Iranische Felsreliefs A.)] in: ZA 67(1977) 149-52
20 A.D.H.Bivar, Cavalry Equipment and Tactics on the Euphrates Frontier. In: DOP 26(1972) 273-291.
21 W.L.Hanaway, The Concept of the Hunt in Persian Literature (1971) 21-34. - W.Knauth in
Verbindung mit S.Nadjmabadi, ibid. 118. - N.G.Garsoïan, Prolegomena to a Study of the Iranian As-
pects in Arsacid Armenia (1976) 184. - R.Ettinghausen, Bahram Gur's Hunting Feats or the Problem
of Identification (1979) 25-31; Taf. I-X. - Ph.Gignoux, La chasse dans l'Iran sasanide (1983) [116]f. -
id., Pour une évaluation de la contribution des sources arméniennes à l'histoire sassanide. In: AAnt-
Hung 31(1985-1988) 62f.: La chasse. - L. Vanden Berghe, L' héritage parthe dans l'art sasanide
(1987) 249f. - M.Abki-Khavari, Das Bild des Königs in der Sasanidenzeit (2000) 88f.
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des Königs als Jäger diente der "monarchischen Repräsentation" und war "Ausdruck
königlicher Macht und Stärke"22.
Mit welchem Aufwand diese Jagden veranstaltet wurden, veranschaulichen die
beiden großen Wandreliefs einer Eber- und einer Hirschjagd an den Seitenwänden
des kleinen Iwān von Ṭāq-i Bustān (Abb. 2, Abb. 3). Der Ort Ṭāq-i Bustān (Abb. 1) lag
zur Zeit der Sāsāniden in einem A23, einem weiträumigen Jagdbezirk ent-
lang der Seidenstraße; der Ort gehört zur Provinz Kermānšāh im Nordwesten Irans,
nur fünf km nordöstlich der modernen Stadt Kermānšāh.
Das Eberjagdrelief misst 6 Meter in der Breite, 4,25 Meter in der Höhe und ist in
die Regierungszeit Ḫusrōs II. (590-628) zu datieren. Auch wenn dieses Relief aus der
Spätzeit der Sāsāniden stammt, darf eine Übernahme der hier gezeigten Jagdsitten
aus der früheren Zeit vorausgesetzt werden. Dargestellt ist eine Treibjagd in einem
eingefriedeten Gelände, das auf einen A24 hindeutet, wie die königlichen
Jagdgebiete schon seit achaimenidischer Zeit bezeichnet werden. Die Jagdszene
spielt an einem See, der an seinen Ufern stark verschilft ist.
Das Relief ist in vier Szenen aufgeteilt: Vom linken Bildrand aus stürmen in fünf Rei-
hen, übereinander angeordnet, je zwei Elefanten oder auch drei, mit ihren Treibern in
einer massiven Formation nach rechts (in Aufsicht) hinter einem starken Rudel flie-
hender Eber her. Ein jagdunkundiger Betrachter wird sich gewiss über den Einsatz
von Elefanten in einer Eberjagd wundern! In einer zweiten Szene - in der Bildmitte -
steht der König in einem Boot und zielt mit angespanntem Bogen auf einen mächti-
gen Eber, der zweite Eber fällt, vorher schon erlegt, getroffen zu Boden. Eine dritte
Szene zeigt den König mit entspanntem Bogen nach der erfolgreichen Jagd. Die in
zwei Booten sitzenden Musikantinnen haben die Aufgabe, die Jagdgesellschaft in
heitere Festtagsstimmung zu versetzen. Dass die Elefanten in einer vierten Szene
tatsächlich die erlegten Eber einsammeln und auf ihre Rücken legen, lässt sich nur
schwer erkennen.


22 M.Alram, Die Kunst im Sasanidenstaat. In: 7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem
Iranischen Nationalmuseum in Teheran (2000) 272. - Mit welch großem Gefolge Ardašīr I. auf die
Jagd ging, schildert das Kārnāmag: La Geste d'Ardashir fils de Pâbag. Kārnāmag ī Ardaxšēr ī
Pābagān. Traduit du pehlevi par F.Grenet (2003) 103: ch. XI, 5-6: [XI,1: Un jour Ardashir alla à la
chasse...]; XI, 5-6: Les Généraux, les grands, les nobles, les courtisans, quand ils virent cela,
demeurèrent interdits, et tous allèrent trouver le Mage des Mages...; XI,6: Le Mage des Mages, le
général en chef de l'Iran, le chef des gardes, le chef des scribes, le grand conseiller des courtisans,
allèrent devant Ardashir, tombèrent face contre terre, ... - Auch wenn diese Quelle spätsāsānidische
Züge trägt, so darf man davon ausgehen, dass die Jagdsitten zurzeit Ardašīrs I. auch maßgeblich
blieben für die Könige der folgenden Jahrhunderte: Die Hofgesellschaft und die höchsten Würdenträ-
ger des Reiches begleiteten den Großkönig auf der Jagd.
23 Ph.Gignoux, La chasse dans l'Iran sasanide. In: Orientalia Romana. Essays and Lectures. 5. Iranian
Studies. Ed. by Gh.Gnoli. Roma (1983) 101-118; hier 104-107: I. Les paradis. - H.D.Galter, Para-
deisos. In: Der Neue Pauly IX(2000) 306.
24 Ph.Gignoux, La chasse dans l'Iran sasanide (1983) [104] - [107]. - M.A.Dandamaev, Royal Para-
deisoi in Babylonia. In: Orientalia J.Duchesne-Guillemin emerito oblata (1984) 113-117. - H.D.Galter,
Paradeisos. In: Der Neue Pauly IX(2000) 306.
Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.
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Abb. 1: Ṭāq-i Bustān: Großer und kleiner Iwān in einem früheren Paradeisos
Foto: Gottfried Thiemer (im Jahre 2017)



Abb. 2: Ṭāq-i Bustān: Kleiner Iwan. Relief der linken Seitenwand: Eberjagd
Foto: Philippe Chavin, Taq-e Bostan - Low-relief the boar hunt, CC BY-SA 3.0


Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.
*Gulag, Herr der Wildschweine (?) [wārāzbed]


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Abb. 3: Ṭāq-i Bustān: Kleiner Iwan. Relief der rechten Seitenwand (3,80 x 5,70 m): Hirschjagd.
Foto: Prof. G.Lauckner




Abb. 4: Felsrelief von Sar Mašhad: Wahrāms II. Kampf gegen zwei Löwen
Wahrām II., die Königin und der mowbed Kerdīr
Aus: L.Vanden Berghe, Het Rotsrelief te Guyum in het licht van de hofkunst van de sassanidische Koning Bahr-
am II(1957-1958[1959]) 18-20, Fig. 11-12.



Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.
*Gulag, Herr der Wildschweine (?) [wārāzbed]


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III. Literatur (L)
Quellen:
ŠKZ: M.Back, Die sassanidischen Staatsinschriften (SSI). Leiden, Téhéran 1978. (Acta Iranica.18.) -
Ph.Huyse, Die dreisprachige Inschrift Šābuhrs I. an der Kaʻba-i Zardušt (ŠKZ). Bd 1-2. London
1999.(Corpus Inscriptionum Iranicarum. P. III, 1,1, 1-2.)

Xenophon:
Anabasis. Übers., Einleitung und Anmerkungen von H.Vretska. Stuttgart (1965) 16: I 2,7.

Ammianus Marcellinus, Römische Geschichte. Lateinisch und Deutsch und mit einem Kommentar
versehen von W.Seyfarth. Teil 3, Buch 22-25. 3., unveränderte Aufl. Berlin 1986. - hier Buch 24,5,2:
24,6,3.

Turfantext M325 (mp.): Text in Transliteration nach M.Boyce, A Reader in Manichaean Middle Persian
and Parthian. Texts with Notes. Leiden, Téhéran (1975) 44f.(Acta Iranica.9.)(Textes et Mémoires.II.)
Dt. Übers.: Die Gnosis. Dritter Band: Der Manichäismus. Unter Mitwirkung von J.P.Asmussen, eingel.,
übers. und erläutert von A.Böhlig. Zürich, München (1980) 95-96.

Kārnāmag ī Ardaxšēr ī Pābagān:
La geste d'Ardashir fils de Pâbag. Kārnāmag ī Ardaxšēr ī Pābagān. Traduit du pehlevi par F.Grenet
(2003) 103.

Name:
W.B.Henning, A List of Middle-Persian and Parthian Words. In: Bulletin of the School of Oriental Stud-
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(1977) 559-572; hier 568.(Acta Iranica.14.) - Ph.Gignoux, Glossaire des inscriptions pehlevies et
parthes. London (1972) 22; 66.(Corpus Inscriptionum Iranicarum. Supplementary Series.I.) - M.Back,
Die sassanidischen Staatsinschriften. Leiden, Téhéran-Liège (1978) 217, Nr. 148.(Acta Iranica.18.) -
Ph.Gignoux, Noms propres sassanides en moyen-perse épigraphique. Wien (1986) 90, Nr.
397.(Iranisches Personennamenbuch.II,2.) - Ph.Huyse, Die dreisprachige Inschrift Šābuhrs I. an der
Kaʻba-i Zardušt (ŠKZ). Band 2. London (1999) 180.(Corpus Inscriptionum Iranicarum. P. III, 1,1, 2.)
Ph.Huyse, Sprachkontakte und Entlehnungen zwischen dem Griechisch/Lateinischen und dem Mittel-
iranischen. In: Grenzüberschreitungen. Formen des Kontakts zwischen Orient und Okzident im Alter-
tum. Stuttgart (2002) 197-234.(Oriens et Occidens.3.) - R.Schmitt, Personennamen in parthischen
epigraphischen Quellen. Wien (2016) 227, Nr. 549.(Iranisches Personennamenbuch.II,5.) (Sitzungs-
berichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, phil.- hist. Kl. 881.)(Iranische Onomas-
tik.15.)

Titel/Jagdwesen:
K.Erdmann, Die sasanidischen Jagdschalen. Untersuchungen zur Entwicklung der iranischen Edel-
metallkunst unter den Sasaniden. In: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen 57(1936) 193-231;
21 Abb. - id., Eberdarstellung und Ebersymbolik in Iran. In: Bonner Jahrbücher 147(1942) 345-382. -
A.Christensen, L'Iran sous les Sassanides. Copenhague (21944) 469-471. - Repr. Osnabrück 1971.
- L.Vanden Berghe, Het Rotsrelief te Guyum in het licht van de hofkunst van de sassanidische Kon-
ing Bahram II. In: Gentse Bijdragen tot de Kunstgeschiedenis en de Oudheidkunde, deel 17(1957-
58[1959]) 1-22; hier 18-20; fig. 11-12; franz. Rés. 23-25. - K.Erdmann, Die Kunst Irans zur Zeit der
Sasaniden. Mainz 21969. - D.Harnack, Parthische Titel, vornehmlich in den Inschriften aus Hatra. In:
F.Altheim/R.Stiehl, Geschichte Mittelasiens im Altertum. Berlin (1970) 544f. - W.L.Hanaway, The
Concept of the Hunt in Persian Literature. In: Bulletin of the Boston Museum of Fine Arts 69(1971) 21-
34. - W.Knauth in Verbindung mit S.Nadjmabadi, Das altiranische Fürstenideal von Xenophon bis
Ferdousi. Nach den antiken und einheimischen Quellen dargestellt. Wiesbaden (1975) 112-119. -
L.Trümpelmann, Das sasanidische Felsrelief von Sar Mašhad. In: Iranische Denkmäler, Lfg. 5, Reihe

25 W.B.Henning, Mani's Last Journey. In: BSOAS 10(1942) 949-950. - Wiederabgedr. In: Selected
Papers. Band II. Leiden, Téhéran (1977) 81-93. (Acta Iranica.15.)(Hommages et Opera Minora.VI.) -
Engl. Übers. in J.P.Asmussen, Manichaean Literature. Delmar, New York (1975) 54.(Persian Heritage
Series.22.).
Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.
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gedr. in: ead., Armenia between Byzantium and the Sasanians. London (1985) 27-31. - M.Back, Die
sassanidischen Staatsinschriften. Leiden, Téhéran-Liège (1978) 217, Nr. 148.(Acta Iranica.18.) -
P.O.Harper, The Royal Hunter. Art of the Sasanian Empire. Catalogue of an Exhibition shown in Asia
House Gallery in the Winter of 1978. New York 1978. - R.Ettinghausen, Bahram Gur's Hunting Feats
or the Problem of Identification. In: Iran 17(1979) 25-31; Taf. I-X. - W.Fauth, Der königliche Gärtner
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ca. Cahier.5.) - M.Abkaʻi-Khavari, Das Bild des Königs in der Sasanidenzeit. Hildesheim (2000) 87-
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Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran. Kunsthistorisches Museum, 22. November
2000 bis 25. März 2001. [Katalog]: Hrsg. von W.Seipel. Milano, Wien 2000. - H.D.Galter, Paradeisos.
In: Der Neue Pauly IX(2000) 306. - La geste d'Ardashir fils de Pâbag. Kārnāmag ī Ardaxšēr ī
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23,2012. - available online at iranicaonline.org/articles/hunting-in-iran (accessed on 30 December
2012). - M.P.Canepa, The Two Eyes of the Earth. Art and Ritual of Kingship between Rome and Sas-
anian Iran. Berkeley, Los Angeles, London (2009) 175ff.; 313 Anm. 80. - M.Herles, Zur Darstellung
der Wildschweinjagd im Alten Orient. In: Stories of long ago. Festschrift für M.D.Roaf. Hrsg. von
H.Baker, K.Kaniuth und A.Otto. Neukirchen-Vluyn (2012) 219-240; hier 230-236. (Alter Orient und
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177ff.: Excursus on the Middle Persian Text M3.(Nag Hammadi and Manichaean Studies.87).

Ṭāq-i Busṯān:
W.G.Lukonin, Persien II. Dt. Bearbeitung W.Hinz. München, Genf, Paris (1967) Abb. 130 [Zeichnung
von Sir Robert Ker Porter des Felsreliefs im Taq-e Bostan (bei Kermanshah, Iran), das den sasanidi-
schen Großkönig bei der Jagd auf dem See zeigt. 6. Jahrhundert n.Chr.]. - S.Fukai/K.Horiuchi, Taq-i
Bustan. Bd 1-4. Tokyo 1969-1984. - K.Tanabe, Iconography of the Royal-Hunt Bas-Reliefs at Taq-i
Bustan. In: Orient [Tokyo] XIX (1983) 103-116; Pl. I-IV. - L.Vanden Berghe, Reliefs rupestres de
l'Irān ancien. Bruxelles (1984) 147-149: Catalogue Nr. 94-101; 163f. (mit vielen Literaturangaben);
206f.: Pl. 38-39. - M.Abkaʻi-Khavari, Das Bild des Königs in der Sasanidenzeit. Hildesheim (2000) s.
o. und 304 Taf.10. - M.P.Canepa, The Iranian Expanse. Transforming Royal Identity Through Archi-
tecture, Landscape, and the Built Environment, 550 BCE-642 CE. Oakland, Calif. (2018) 359-367; Fig.
17.4-17.7.
Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.
*Gulag, Herr der Wildschweine (?) [wārāzbed]


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IV. Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Ṭāq-i Bustān: Großer und kleiner Iwān in einem früheren Paradeisos Foto: Gottfried
Thiemer (im Jahre 2017) ......................................................................................................................... 7
Abb. 2: Ṭāq-i Bustān: Kleiner Iwan. Relief der linken Seitenwand: Eberjagd Foto: Philippe Chavin,
Taq-e Bostan - Low-relief the boar hunt, CC BY-SA 3.0 ......................................................................... 7
Abb. 3: Ṭāq-i Bustān: Kleiner Iwan. Relief der rechten Seitenwand (3,80 x 5,70 m): Hirschjagd.
Foto: Prof. G.Lauckner ............................................................................................................................ 8
Abb. 4: Felsrelief von Sar Mašhad: Wahrāms II. Kampf gegen zwei Löwen Wahrām II., die
Königin und der mowbed Kerdīr Aus: L.Vanden Berghe, Het Rotsrelief te Guyum in het licht van de
hofkunst van de sassanidische Koning Bahram II(1957-1958[1959]) 18-20, Fig. 11-12. ....................... 8