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Ursula Weber: Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n. Chr.
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Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.

Dēnag, Königin [bāmbišn]

© Dr. Ursula Weber - 15.09.2025  Seite 1/9

Vorwort Abkürzungsverzeichnis Personenregister Orts- und Sachregister

Griechisches Wörterverzeichnis Karte des Sāsānidenreiches

NPi I: Introduction NPi II a: Main part a NPi II b: Main part b NPi III: Conclusion

ŠKZ I: Genealogie ŠKZ II: Hofstaat Pābags ŠKZ III: Hofstaat Ardašīrs I.

ŠKZ IV: Hofstaat Šābuhrs I. ŠKZ V: Frauen



Dēnag, Königin [bāmbišn]
[ŠKZ I 10]



Titelblatt der Prosopographie:
Felsrelief von Naqš-i Raǰab I: Šābuhr I. und sein Hofstaat.
Foto: Prof. J. Wiesehöfer, Kiel





Inhaltsverzeichnis:
I. Quellen (B) ...................................................................................................................................... 2
II. Prosopographie (P) „Dēnag, Königin [bāmbišn]“ ............................................................................ 2
III. Bibliographie (L) .............................................................................................................................. 5
IV. Tabellenverzeichnis ......................................................................................................................... 9

Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.

Dēnag, Königin [bāmbišn]

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I. Quellen (B)

ŠKZ:
Ph.Huyse, Die dreisprachige Inschrift Šābuhrs I. an der Kaʻba-i Zardušt. (ŠKZ). Bd 1-2. London
1999.(Corpus Inscriptionum Iranicarum. P. III, 1,1, 1-2.)

mpI 25: W - dynky MLKTA = ud Dēnag bāmbišn;
paI 20: dynkyE MLKTE = Dēnag bāmbišn;
grI 47: 

Übers.: mp. und pa. Dēnag, der Königin; gr. und Dēnag, (die) Königin.

II. Prosopographie (P) „Dēnag, Königin [bāmbišn]“
Recht bedeutsam ist die Tatsache, dass →Šābuhr I. auch Frauen
1
in seinen gro-
ßen Rechenschaftsbericht der Šābuhr-Inschrift an der Kaʻba-i Zardušt aufgenommen
hat: Sie sind nicht nur in der Genealogie dieses Großkönigs, sondern auch unter den
Würdenträgern im Hofstaat von König Pābag von Fārs und in denen der beiden ers-
ten Großkönige des Sāsānidenreiches, Ardašīr I. und Šābuhr I. zu finden. Zu diesen
Frauen, sechzehn an der Zahl, gehört auch die hier zu besprechende Königin
Dēnag, die in der Genealogie der Šābuhr-Inschrift den 10. Rang einnimmt.
Dēnag als Frauenname muss sehr beliebt gewesen, da noch drei weitere Frauen
im Hofstaat Ardašīrs I. und Šābuhrs I. diesen Namen tragen. Wider Erwarten verur-
sacht ihre Identifizierung einige Schwierigkeiten: →Dēnag, die Mutter des Königs
Pābag [ŠKZ III 5], →Dēnag, Königin der Königinnen, die Tochter des Pābag [ŠKZ III
7] und ferner →Dēnag, die Königin von Mēšān, die „dastgerd“ des Šābuhr [ŠKZ IV
3]
2
. In welcher Beziehung sie zueinanderstehen, darüber ist seit der Entdeckung der
Inschrift kontrovers diskutiert worden.
W.B.Henning
3
und auch Ph.Gignoux(?)
4
identifizierten die hier zu besprechende Kö-
nigin Dēnag mit Dēnag, der Mutter König Pābags. Dieser Annahme widerspricht aber
die Überlieferung der Šābuhr-Inschrift. Danach verfügte die Mutter des Königs Pābag
über keinen Titel. M.-L.Chaumont
5
dagegen glaubte, dass es sich bei der Königin
Dēnag und Dēnag, der Königin von Mēšān, um ein und dieselbe Person handeln
müsse. Ph.Huyse
6
aber erkannte in der Königin Dēnag eine Tochter Šābuhrs I., da
sie nach dem Abschnitt „Ahnen des Sāsānidengeschlechts“, in der Reihe der Nach-

1
→ŠKZ V Frauen: Alle Frauen (16) in der Šābuhr-Inschrift. →Tabelle 2
2
Dēnag, die Mutter König Pābags: mpI 28/29; paI 23; grI 56. – Dēnag, die Königin der Königinnen, die
Tochter Pābags: mpI 29; paI 23; grI 56. – Dēnag, die Königin von Mēšān, die „dastgerd“ des Šābuhr:
mpI 30; paI 25; grI 60.
3
Notes on the Great Inscription of Šāpur I (1954) 44: „After them three queens are mentioned... the
Queen Dēnak. The latter is also mentioned in line 28: Dēnak, the mother of King Pāpak...“
4
Ph.Gignoux, Noms propres sassanides en moyen-perse épigraphique (1986) 76, Nr. 312: « B dynky,
i. ŠKZ 25, 28, 29, 30) – P Nom d’une reine (ŠKZ 25), mère du roi Pābag (ŠKZ 28), d’une reine des
reines, fille de Pābag (ŠKZ 29), de la reine de Mèsène (ŠKZ 30)… ».
5
M.-L.Chaumont, A propos de quelques personnages féminins figurant dans l’inscription trilingue de
Šāhpuhr Ier à la Kaʻba de Zoroastre (1963) 194 Anm. 4: „Pour notre part, c’est plutôt avec la Mēšān-
bāmbišn du même nom, qui figure plus bas, dans la Notitia de Šāhpuhr, que nous inclinons à
l’identifier“.
6
ŠKZ 2(1999) 117: „Die hier gemeinte Königin dürfte wegen ihrer Stellung in ŠKZ nach Šābuhrs
Tochter Ādur-Anāhīd und vor seinen vier Söhnen am ehesten ebenfalls eine Tochter Šābuhrs I. ge-
wesen sein. Aus diesem Grunde dürfte auch die Interpretation von Gignoux [hier s. Anm.3] ausschei-
den, der sie für die Mutter des Königs Pābag hielt“.

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kommen Šābuhrs I. – ihrem Alter entsprechend – auftritt. Dagegen vertritt A.Maricq
7

mit Recht die Ansicht, dass es sich bei den vier Frauen mit Namen Dēnag eher um
vier eigenständige Persönlichkeiten handeln müsse.
Die Königin
8
Dēnag
9
nimmt den zehnten Rang von insgesamt 29 Familienmitglie-
dern innerhalb der Genealogie
10
Šābuhrs I. ein und muss von daher zur engeren
Familie des Großkönigs gehören. Der Hinweis Ph.Huyses, dass die Königin Dēnag
vermutlich zu den Nachkommen Šābuhrs I. zu zählen sei, macht es notwendig, nach
dem Ordnungsprinzip der Genealogie zu fragen. Es liefert in diesem Falle überra-
schenderweise neue Einsichten in die Beziehungsstruktur der königlichen Familie,
wie z. B. die Aufzählung von Nachkommen Šābuhrs I. nach ihrem Lebensalter
11
auch
ohne Hinweis auf den Vater!
Die Genealogie gliedert sich in mehrere Abschnitte (→Tabelle 1). Der erste Ab-
schnitt beginnt mit Šābuhr I., dem König der Könige, und seiner Tochter →Ādur-
Anāhīd, der Königin der Königinnen [ŠKZ I 1], gefolgt von drei Söhnen des Großkö-
nigs: Ohrmezd-Ardašīr, wuzurg šāh von Armenien, Šābuhr, Vizekönig von Mēšān
und Narseh, Vizekönig von Hind(estān), Sagestān und Tūrān… Diese fünf Persön-
lichkeiten dürfen als die ersten Repräsentanten des Sāsānidenreiches angesehen
werden.
Nach ihnen erfolgt eine Zäsur: der zweite Abschnitt der Genealogie beginnt mit der
Aufzählung der schon verstorbenen Familienmitglieder, mit Sāsān [ŠKZ I 5], dem
Herrn, König →Pābag [ŠKZ I 6], König →Šābuhr (ŠKZ I 7], Sohn Pābags, und setzt
sich fort mit dem König der Könige →Ardašīr [ŠKZ I 8] und der Königin des Reiches
→X
w
ar(r)ānzēm [ŠKZ I 9]
12
.
Mit Recht nimmt Ph.Huyse an, dass sich nach der Königin d es Reiches
Xwar(r)ānzēm, mit Ādur-Anāhīd die Reihe der Nachkommen Šābuhrs I. fortsetzt, ge-
folgt von der Königin Dēnag und vier Söhnen Šābuhrs I. Entscheidendes Kriterium
an dieser Stelle der Genealogie ist nicht die protokollarische Rangordnung der Nach-
kommen Šābuhrs I., sondern ihre Aufstellung nach ihrem Lebensalter
13
.
Dabei fällt auf, dass Šābuhr I. weder die Königin Dēnag noch den auf sie folgenden
Wahrām, König von Gēlān, den späteren Großkönig →Wahrām I.
14
[ŠKZ I 11], als
seine Tochter bzw. seinen Sohn bezeichnet. Dies ist aber der Fall bei Ādur-Anāhīd

7
Res Gestae Divi Saporis. In: Syria 35(1958) 333. – Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 117.
8
Zum Titel bāmbišn/MLKTA s. E.Benveniste, Titres et noms propres en iranien ancien (1966) 27ff. –
W.Sundermann, Bānbišn. In: EncIr III,7(1989) 678-679. – Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 107f. (mit vielen
Literaturangaben).
9
Zum Namen Dēnag →Ph.Gignoux, Glossaire des inscriptions pehlevies et parthes (1972) 22b; 51a.
– M.Back, SSI (1978) 212, Nr. 127b. – Ph.Gignoux, Noms propres sassanides en moyen-perse
épigraphique (1986) 76, Nr. 312. – Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 117 Anm. 197. – R.Schmitt,
Personennamen in parthischen epigraphischen Quellen (2016) 91, Nr. 176.
10
Ph.Huyse, ŠKZ 1(1999) 46-52 = §§ 33-38.
11
→Tabelle 1: Ādur-Anāhitā, Königin der Königinnen, Dēnag, Königin, Wahrām, König von Gēlān,
Šābuhr, König von Mēšān und Ohrmezd-Ardašīr, Großkönig der Armenier [= Hormezd I.], Narseh,
König der Saken [= Großkönig Narseh].
12
Ob diese Königin noch zu den verstorbenen Familienmitgliedern gehört, ist eine der Kernfragen der
Genealogie.
13
W.B.Henning, Notes on the Great Inscription of Šāpūr I (1954) 44 Anm. 6: “I am now convinced that
the second list of the sons (line 24) represents the order of the sons according to age”. – id., The
Great Inscription of Šāpūr I (1939) 847f.; 848 Anm. 1. – s. auch M.Sprengling, Shahpuhr I, the Great
on the Kaabah of Zoroaster (KZ) (1940) 392. – M.-L.Chaumont, Les grand rois sassanides d’Arménie
(III
e
siècle ap. J.-C.) (1968) 81 Anm. 3.
14
U.Weber, Wahrām I., König der Könige von Ērān und Anērān (273-276 n.Chr.). In: Festschrift für
Erich Kettenhofen (2008) 171-221. – →Neue mit Quellen versehene, überarb. Ausgabe in 2022:
www.dr-ursula-weber.de/Prosopographie

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und ihren drei Brüdern, die zu Beginn der Genealogie in unmittelbarer Nähe des
Großkönigs stehen. Dass Wahrām nicht zu dieser Gruppe der Nachkommen
Šābuhrs I. gehört, aber in der zweiten Aufzählung seinen Platz findet, ist schwer
nachzuvollziehen
15
.
Im Falle der Königin Dēnag ist anzumerken, dass ihr – vorausgesetzt, sie ist eine
Tochter Šābuhrs I. – der Königinnentitel vermutlich nur wegen ihrer Abstammung
zuerkannt worden ist. Diese Annahme scheint jedoch nicht gerechtfertigt zu sein, da
mit diesem Titel in der Regel eine Funktion verbunden ist, sei es als Ehefrau eines
Königs oder als Königin mit einem Herrschaftsbereich, wie im Falle Dēnags, der Kö-
nigin von Mēšān, der „dastgerd“ des Šābuhr [ŠKZ IV 3]. Geht man davon aus, dass
Ādur-Anāhīd an dieser Stelle, in der Folge der Herrscher des Sāsānidenreiches, nicht
vorrangig als Tochter, sondern als Herrscherin auftritt, so ergäbe sich für die Königin
Dēnag nicht die Rolle einer Tochter, sondern vermutlich die einer Gattin Šābuhrs I.;
auf diese Möglichkeit machten M.Sprengling und A.Maricq aufmerksam
16
. Mit dieser
Identifizierung wäre auch die Diskussion um ihren fehlenden Herrschaftsbereich
überflüssig geworden. Dennoch halte ich diese Schlussfolgerung für nicht gesichert.
M.E. ist aber eher Ph.Huyses Deutung zuzustimmen, da Königin Dēnag wegen
ihrer eindeutigen Platzierung unter den Nachkommen Šābuhrs I. als Tochter des
Großkönigs, als Schwester Ādur-Anāhīds und ihrer vier Brüder anzusehen ist.
In welchem Verhältnis stand die Königin Dēnag aber zu den anderen beiden Trä-
gerinnen gleichen Namens: zu Dēnag, der Mutter des Königs Pābag und zu Dēnag,
der Königin der Königinnen, der Tochter des Pābag? Eine Identifizierung der Königin
Dēnag mit diesen beiden scheidet wegen der unterschiedlichen Titulatur aus. Wäh-
rend Dēnag, die Mutter König Pābags
17
, keinen Titel führt, trägt ihre gleichnamige
Enkelin, die Tochter Pābags, den höchsten Titel, den ein Mitglied der sāsānidischen
Königsfamilie tragen konnte. Man darf vermuten, dass erst Ardašīr I. ihn ihr nach sei-
ner Krönung verliehen hat.
Es bleibt die Frage, ob die Königin Dēnag vielleicht mit Dēnag, der Königin von
Mēšān, der „dastgerd“ des Šābuhr
18
, identisch sein könnte. Eine Identifizierung die-
ser Königinnen kann nicht ausgeschlossen werden, da beide den Königstitel führen
und protokollarisch gesehen bevorzugte Ränge innehaben. Im Hofstaat Šābuhrs I.
nimmt die Königin von Mēšān unter 67 Würdenträgern sogar den herausragenden
dritten Platz ein. Ihr Epitheton, „dastgerd“
19
des Šābuhr, das auf eine Auszeichnung,
einen Ehrentitel hinweist, stützt die These von der Identifizierung beider Königinnen.
Ob es sich dagegen doch eher um vier eigenständige Persönlichkeiten mit Namen
Dēnag handelt, wie A.Maricq
20
und Ph.Huyse
21
vorschlugen, darüber kann volle
Klarheit bei der gegenwärtigen Quellenlage nicht erzielt werden.

15
W.B.Henning, The Great Inscription of Šāpūr I (1937-1939) 847. – R.N.Frye, The Political History of
Iran under the Sasanians. In: Cambridge History of Iran 3.2(1983) 127f.
16
M.Sprengling, Shahpuhr I, the Great on the Kaabah of Zoroaster (KZ) (1940) 392: „The third mem-
ber of his harem is simply queen...“. – A.Maricq, Res Gestae Divi Saporis (1958) 333: Genealogische
Tafel; danach ordnet A.Maricq Šābuhr I. drei Frauen zu: die Königin des Reiches X
w
ar(r)ānzēm, die
Königin Dēnag und die Königin →Staxryād [ŠKZ I 20].
17
Ph.Huyse, ŠKZ 1(1999) 54: mpI 28/29; paI 23; grI 56. – W.B.Henning und auch Ph.Gignoux dage-
gen nahmen an, dass die Königin Dēnag mit Dēnag, der Mutter König Pābags, identisch sei. s. hier
Anm. 2 und 3.
18
Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 57: mpI 30; paI 25; grI 60. – M.-L.Chaumont vertrat die Meinung, dass die
hier besprochene Königin Dēnag identisch sei mit der gleichnamigen Königin von Mēšān, der „dast-
gerd“ des Šābuhr: s. Anm. 4.
19
Ph.Gignoux, Dastgerd. In: EncIr VII,1(1994) 105-106. – s. auch →Dēnag, Königin von Mēšān. –
Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 98-100.
20
s. Anm. 6.

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III. Bibliographie (L)
Quellen:
ŠKZ: M.Back, Die sassanidischen Staatsinschriften (SSI). Leiden, Téhéran 1978. (Acta Iranica.18.) –
Ph.Huyse, Die dreisprachige Inschrift Šābuhrs I. an der Kaʻba-i Zardušt. (ŠKZ). Bd 1-2. London
1999.(Corpus Inscriptionum Iranicarum. P. III, 1,1, 1-2.)

Namen/Titel:
E.Benveniste, Titres et noms propres en iranien ancien. Paris (1966) 27ff. (Travaux de l’Institut
d’Études Iraniennes de l’Université de Paris.1.) – M.Back, Die sassanidischen Staatsinschriften (SSI).
Leiden, Téhéran (1978) 212, Nr. 127b. (Acta Iranica.18.) – Ph.Gignoux, Noms propres sassanides en
moyen-perse épigraphique. Wien (1986) 76, Nr. 312. (Iranisches Personennamenbuch.II,2.) –
W.Sundermann, Bānbišn. In: Encyclopaedia Iranica III,7(1989) 678-679. – Ph.Huyse, Die dreispra-
chige Inschrift Šābuhrs I. an der Kaʻba-i Zardušt. (ŠKZ). Bd 2. London (1999) 117.(Corpus Inscripti-
onum Iranicarum. P. III, 1,1, 2.) – R.Schmitt, Personennamen in parthischen epigraphischen Quellen
(2016) 91, Nr. 176.(Iranisches Personennamenbuch.II,5.)(Sitzungsberichte der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Kl. 881.)(Iranische Onomastik.15.)

Person:
M.Sprengling, Shahpuhr I, the Great on the Kaabah of Zoroaster(KZ). In: American Journal of Semitic
Languages and Literatures 57(1940) 341-420. – W.B.Henning, Notes on the Great Inscription of
Šāpur I. In: Prof. Jackson Memorial Volume. Bombay (1954) 40-54; hier 44. – Ebenf. abgedr. in: Sel-
ected Papers. Band 2. Leiden (1977) 415-429; hier 419. (Acta Iranica.15.) – A.Maricq, Res Gestae
Divi Saporis. In: Syria 35(1958) 295-360; hier 333. – Ebenf. abgedr. in: Classica et Orientalia. Paris
(1965) 37-101; hier 75. (Institut Français d’Archéologie de Beyrouth. Publications hors série.11.) – M.-
L.Chaumont, A propos de quelques personnages féminins figurant dans l’inscription trilingue de Šāh-
puhr Ier à la „Kaʻba de Zoroastre“. In: Journal of Near Eastern Studies 22(1963) 194-199; hier 194
Anm. 4. – R.N.Frye, The Political History of Iran under the Sasanians. In: Cambridge History of Iran
3.2(1983) 116-180; hier 127f. – Ph.Gignoux, Noms propres sassanides en moyen-perse épigra-
phique. Wien (1986) 76, Nr. 312. (Iranisches Personennamenbuch.II,2.) – id., Dēnag. In: Encyclopae-
dia Iranica VII,3(1994) 282. – id., Dastgerd. In: Encyclopaedia Iranica VII,1(1994) 105-106. –
U.Weber, Wahrām I., König der Könige von Ērān und Anērān (273-276 n.Chr.). In: Festschrift für Erich
Kettenhofen. Hrsg. von O.Tabibzadeh und T.Daryaee. Teheran (2008) 171-221.(Iranistik. Deutsch-
sprachige Zeitschrift für iranistische Studien.5,1-2 [2006-2007]. – Überarbeitete und mit Quellen ver-
sehene Internetversion im Jahre 2022 →www.dr-ursula-weber.de/Prosopographie


21
Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 117: „Auch wenn ich Chaumonts Lösung nicht mit Bestimmtheit zurückwei-
sen kann, glaube ich doch eher mit Maricq, daß es sich bei den vier mit diesem Namen in ŠKZ ge-
nannten Frauen jeweils um eine andere Person handelt“.

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Personenlisten der Šābuhr-Inschrift
22


Šābuhr I., König der Könige
Ādur-Anāhīd, Königin der Königinnen, Unsere Tochter [ŠKZ I 1]
1. Aufzählung der
Nachkommen
Šābuhrs I. nach dem
Protokoll.
Ohrmezd-Ardašīr, Großkönig der Armenier, Unser Sohn [ŠKZ I 2]
Šābuhr, König von Mēšān, Unser Sohn [ŠKZ I 3]
Narseh, König von Hind(estān), Sagestān und Turān bis
ans Meeresufer, unser Sohn [ŠKZ I 4]
Sāsān, Herr [ŠKZ I 5]
Pābag, König von Fārs [ŠKZ I 6]
Šābuhr, König, Sohn des Pābag [ŠKZ I 7]
Ardašīr I., König der Könige [ŠKZ I 8]
Xwar(r)ānzēm, Königin des Reiches [ŠKZ I 9]
Ādur-Anāhīd, Königin der Königinnen (s.o. ŠKZ I 1)
2. Aufzählung der
Nachkommen
Šābuhrs I. nach dem
Lebensalter.
Dēnag, Königin, (Tochter Šābuhrs I. ?) [ŠKZ I 10]
Wahrām, König von Gēlān (der spätere Wahrām I.) [ŠKZ I 11]
Šābuhr, König von Mēšān (s.o. ŠKZ I 3]
Ohrmezd-Ardašīr, Großkönig der Armenier (s.o. ŠKZ I 2]
Narseh, König der Saken (s.o. ŠKZ I 4]
Šābuhrduxtag, Königin der Saken [ŠKZ I 12]
Narsehduxt, Herrin der Saken [ŠKZ I 13]
Čašmag, Herrin [ŠKZ I 14]
Pērōz, Prinz [ŠKZ I 15]
*Murrōd, Herrin, Mutter Šābuhrs I. [ŠKZ I 16]
Narseh, Prinz [ŠKZ I 17]
Rōdduxt, Prinzessin, Tochter der Anōšag [ŠKZ I 18]
Warāzduxt, Tochter der Xwar(r)ānzēm [ŠKZ I 19]
Staxryād, Königin [ŠKZ I 20]
Hormezdag, Sohn des Königs der Armenier [ŠKZ I 21] s. ŠKZ I 2
Neun Enkel und
Enkelinnen
Šābuhrs I.
Hormezd, Sohn des Königs von Mēšān [ŠKZ I 22] s. ŠKZ I 3
Hormezdag, Sohn des Königs von Mēšān [ŠKZ I 23] s. ŠKZ I 3
Ōdābaxt, Sohn des Königs von Mēšān [ŠKZ I 24] s. ŠKZ I 3
Wahrām, Sohn des Königs von Mēšān [ŠKZ I 25] s. ŠKZ I 3
Šābuhr, Sohn des Königs von Mēšān [ŠKZ I 26] s. ŠKZ I 3
Pērōz, Sohn des Königs von Mēšān [ŠKZ I 27] s. ŠKZ I 3
Šābuhrduxtag, Tochter des Königs von Mēšān [ŠKZ I 28] s. ŠKZ I 3
Ohrmezd(d)uxtag, Tochter des Königs der Saken [ŠKZ I 29] s. ŠKZ I 4



Tabelle 1: Genealogie Šābuhrs I. in der Šābuhr-Inschrift.
(Die Namen der Mitglieder der engeren Königsfamilie sind fett gedruckt)





22
Nach Ph.Huyse, ŠKZ 1(1999) § 33-51.(CII P. III,1,1,1)

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Dēnag, Königin [bāmbišn]

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ŠKZ: V. Liste der Frauen in der Šābuhr-Inschrift
(16 Frauen)

mittelpersisch parthisch griechisch

§ 33. Ādur-Anāhīd, bāmbišnān
bāmbišn ī amā duxt

ŠKZ I 1 mpI 23
Ādur-Anāhīd bāmbišnān
bāmbišn amā duxt

ŠKZ I 1 paI 18



ŠKZ I 1 grI 40
Ādur-Anāhīd, der Königin der
Königinnen, Unserer Tochter 


Ādur-Anāhīd, der Königin der
Königinnen, Unserer Tochter
Titel: bāmbišnān bāmbišn =
Königin der Königinnen
Familienstand: Tochter [Frau ?]
Šābuhrs I.

§ 36. X
w
ar(r)ānzēm ī šahr
bāmbišn

ŠKZ I 9 mpI 25
Xwar(r)ānzēm šahr
bāmbišn

ŠKZ I 9 paI 20



ŠKZ I 9 grI 46/47
Xwar(r)ānzēm, der Königin des
Reiches 


Xwar(r)ānzēm, die Königin
des Reiches
Titel: šahr bāmbišn =
Königin des Reiches
Familienstand: Frau [?]
Ardašīrs I. [→Ardašīr I. auf
Rang 8]
Ērānšahr
§ 36. Dēnag bāmbišn

ŠKZ I 10 mpI 25
Dēnag bāmbišn

ŠKZ I 10 paI 20


ŠKZ I 10 grI 47
Dēnag, der Königin  Dēnag, (die) Königin
Titel: bāmbišn = Königin Familienstand: Tochter [?]
Šābuhrs I.

§ 37. Šābuhrduxtag ī Sagān
bāmbišn

ŠKZ I 12 mpI 25
Šābuhrduxtag Sagān
bāmbišn

ŠKZ I 12 paI 20/21

() 

ŠKZ I 12 grI 48/49
Šābuhrduxtag, der Königin
der Saken 


Šābuhrduxtag, die Königin
(der) Saken
Titel: bāmbišn = Königin Familienstand: Frau des Vize-
königs Narseh [des späteren
Großkönigs Narseh]
Sagestān
§ 37. Narsehduxt ī Sagān
bānūg
ŠKZ I 13 mpI 26
– -
Narsehduxt, der Herrin der
Saken
– -
Titel: bānūg = Herrin Familienstand: Frau des Vize-
königs Narseh [des späteren
Großkönigs Narseh]
Sagestān
§ 37. Čašmag ī bānūg
ŠKZ I 14 mpI 26
Čašmag bānūg
ŠKZ I 14 paI 21

ŠKZ I 14 grI 49
Čašmag, der Herrin  Čašmag, die Herrin

Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.

Dēnag, Königin [bāmbišn]

© Dr. Ursula Weber - 15.09.2025  Seite 8/9
mittelpersisch parthisch griechisch

Titel: bānūg = Herrin Familienstand: –
§ 37. *Murrōd [ī bānūg ī]
Šābuhr šāhān šāh mād

ŠKZ I 16 mpI 26
*Murrōd bānūg Šābuhr
šāhān šāh mād

ŠKZ I 16 paI 21



ŠKZ I 16 grI 49
*Murrōd, der Herrin, der Mutter
des Šābuhr, des Königs der
Könige 



*Murrōd, (die) Herrin,
(die) Mutter (des) Šābuhr,
(des) Königs (der) Könige
Titel: bānūg = Herrin Familienstand:
Mutter des Großkönigs
Šābuhr I.

§ 37. Rōdduxt ī duxš ī Anōšag
duxt

ŠKZ I 18 mpI 26
Rōdduxt wisduxt Anōšag
duxt

ŠKZ I 18 paI 21

50
<>


ŠKZ I 18 grI 49/50
Rōdduxt, der Prinzessin, der
Tochter von Anōšag 


Rōdduxt, (die) Prinzessin,
(die) Tochter (der) Anōšag
Titel: duxš = Prinzessin Familienstand: Tochter der
Anōšag

§ 37. Warāzduxt ī
X
w
ar(r)ānzēm duxt

ŠKZ I 19 mpI 26
Warāzduxt Xwar(r)ānzēm
duxt

ŠKZ I 19 paI 21





ŠKZ I 19 grI 50
Warāzduxt, der Tochter von
Xwar(r)ānzēm 


Warāzduxt, (die) Tochter (der)
Xwar(n)ānzēm
Titel: – Familienstand: Tochter der
Xwar(r)ānzēm, der Königin des
Reiches [ŠKZ I 9]

§ 38. Staxryād bāmbišn

ŠKZ I 20 mpI 26
Staxryād bāmbišn

ŠKZ I 20 paI 21


ŠKZ I 20 grI 50
Staxryād, der Königin  Staxryād, (die) Königin
Titel: bāmbišn = Königin Familienstand: – Iṣṭaḫr (Fārs)
§ 38. Šābuhrduxtag ī Mēšān
šāh duxtar

ŠKZ I 28 mpI 27
Šābuhrduxtag Mēšān šāh
duxt

ŠKZ I 28 paI 21



ŠKZ I 28 grI 51
Šābuhrduxtag, der Tochter des
Königs von Mēšān 


Šābuhrduxtag, (die) Tochter des
Königs (der) Mesener
Titel: – Familienstand: Tochter des
Königs von Mēšān

§ 38. Ohrmezd(d)uxtag ī
Sagān šāh duxtar

ŠKZ I 29 mpI 27
Ohrmezdduxtag Sagān šāh
duxt

ŠKZ I 29 paI 22

52



ŠKZ I 29 grI 51/52
Ohrmezd(d)uxtag, der Tochter Ohrmezd(duxtag, (die) Tochter

Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n.Chr.

Dēnag, Königin [bāmbišn]

© Dr. Ursula Weber - 15.09.2025  Seite 9/9
mittelpersisch parthisch griechisch

des Königs der Saken  des Königs (der) Saken
Titel: – Familienstand: Tochter des
Sakenkönigs Narseh

§ 41. Dēnag ī Pābag šāh mād

ŠKZ III 5 mpI 28/29
Dēnag Pābag šāh mād

ŠKZ III 5 paI 23


ŠKZ III 5 grI 56
Dēnag, die Mutter des Königs
Pābag 


Dēnag, (die) Mutter (des)
Pābag, des Königs
Titel: – Familienstand: Mutter des Kö-
nigs Pābag

§ 41. Rōdag ī Ardašīr šāhān
šāh mād


ŠKZ III 6 mpI 29
Rōdag Ardašīr šāhān šāh mād



ŠKZ III 6 paI 23




ŠKZ III 6 grI 56
Rōdag, die Mutter des Königs
der Könige Ardašīr 
Rōdag, die Mutter (des) Ardašīr,
des Königs (der) Könige
Titel: – Familienstand: Mutter des
Großkönigs Ardašīrs I.

§ 42. Dēnag ī bāmbišnān
bāmbišn ī Pābagān

ŠKZ III 7 mpI 29
Dēnag bāmbišnān bām-
bišn Pābagān

ŠKZ III 7 paI 23



ŠKZ III 7 grI 56
Dēnag, die Königin der Königin-
nen, die Tochter des Pābag

Dēnag, (die) Königin (der)
Königinnen, (die Tochter) des
Pābag
Titel: bāmbišnān bāmbišn =
Königin der Königinnen
Familienstand: Tochter des
Königs Pābag

§ 44. Dēnag ī Mēšān bāmbišn,
dastgerd Šābuhr

ŠKZ IV 3 mpI 30
Dēnag Mēšān bāmbišn,
dastgerd Šābuhr

ŠKZ IV 3 paI 25



ŠKZ IV 3 grI 60
Dēnag, die Königin von
Mēšān, die „dastgerd“ des
Šābuhr 
Dēnag, (die) Königin (der)
Mesener, Šābuhrs „dastgerd“
Titel: bāmbišn = Königin
Ehrentitel: ‚dastgerd‘
Mēšān


Tabelle 2: ŠKZ: V. Liste der Frauen in der Šābuhr-Inschrift
(16 Frauen)

IV. Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Genealogie Šābuhrs I. in der Šābuhr-Inschrift. ................................................................ 6
Tabelle 2: ŠKZ: V. Liste der Frauen in der Šābuhr-Inschrift (16 Frauen) ......................................... 9