Ursula Weber: Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n. Chr.
Raxs_general
1
Vorwort Abkürzungsverzeichnis
Personenregister Orts- und Sachregister
Griechisches Wörterverzeichnis Karte des Sāsānidenreiches
NPi I: Introduction NPi II a: Main part a NPi II b: Main part b NPi III: Conclusion
ŠKZ I: Genealogie ŠKZ II: Hofstaat
Pābags ŠKZ III: Hofstaat Ardašīrs I.
ŠKZ IV: Hofstaat Šābuhrs I. ŠKZ V: Frauen
Raxš, Heerführer [spāhbed]
[ŠKZ III 17; NPi II a: § 16 und § 32]
B:
ŠKZ: mpI 29: lhšy ZY sp<hpt = Raxš ī spāhbed; paI 24: rhš sp<dpty = Raxš spā?bed;
grI 57:
???? ????????? Übers.: mp. und pa. Raxš, den Heerführer; gr. Raxš, (den) Heerführer.
NPi 1
[S. 33, § 16]: mpI B 16,01 - 2,02: W l(hšy) [ZY sp<hp]t; [S. 33, § 16]: paI a 6,06: rhš
spdpty; [S. 41f., § 32]: mpI C 5,05: W lhšy ZY sp<hpt; [S. 41f., § 32]: paI c 10,02: W rhš <- ->
<sp<dp[ty]. - Übers.: and Raxš the General.P:
Der Name eines Heerführers Raxš
2
findet sich an drei Stellen der beiden großen In-
schriften des 3. Jahrhunderts n.Chr., der Šābuhr- und der Pāikūlī-Inschrift. In der
Šābuhr-Inschrift tritt Raxš im Hofstaat →Ardašīrs I. [ŠKZI 8] auf und rangiert unter31 Würdenträgern an 17. Stelle. Ihm voran gehen die Könige von Abrēnag, Marw,Kermān und Sagestān, gefolgt von drei weiblichen Mitgliedern der Königsfamilie,
ferner dem Vizekönig und dem Chiliarchen. Erst im Anschluß an 5 Vertreter der er-
sten Familien des Reiches, einem Würdenträger mit Ehrentitel und →Gēlmān aus
Dēmāwend [ŠKZ III 16: nur in der pa. und gr. Version belegt], hat der Großkönig
seinem Heerführer Raxš einen Platz zugewiesen.
In der Pāikūlī-Inschrift tritt ein Heerführer namens Raxš gleich in zwei Listen3
von
Würdenträgern auf. Dabei fällt auf, daß er in diesen Listen nicht immer gleichrangig
eingestuft wird
4
. In der mittelpersischen Version der ersten Liste steht Raxš an her-
ausragender 5. Stelle, zwischen dem Chiliarchen (hazārbed) →Ardašīr und vor
→Ardašīr Surēn, →Ohrmazd Warāz und →Warhāndād (?) Herr von Undīgān, Ver-
tretern der ersten Familien des Reiches. In der parthischen Version (s. NPi 3.1
(1983) 33, § 16: 6a 6,06) der ersten Liste rangiert Raxš hingegen hinter Ardašīr
Sūrēn und vor Ohrmazd Warāz; diese Plazierung wird auf einen Fehler des Schrei-
1
H.Humbach/P.O.Skjaervø, The Sassanian Inscription of Paikuli [NPi]. P. 1-3. Wiesbaden 1978-83.
2
Zum Namen: F.Justi, NB (1895) 88f.: Ere?ša; 258: Ra?š. - E.Herzfeld, Paikuli 2(1924) 240. -
M.Back, SSI (1978) 253, Nr. 287. - Ph.Gignoux, Noms propres sassanides en moyen-perse épigra-
phique (1986) 153, Nr. 806. - Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 139 Anm. 233 mit weiteren Literaturangaben.3
s. unter B.
4
s. Protokollarische Rangfolge in der Pāikūlī-Inschrift: Main part a) § 16 und § 32.
2
bers
5
zurückzuführen sein, da Raxš hier nicht vor, sondern innerhalb der adeligen
Familien eingeordnet ist.
Pāikūlī-Inschrift
Main part a) § 16 § 32
mittelpersisch parthisch mittelpersisch
5. Raxš the General
6. Ardaxšēr
[Sūrēn]
7. [Ohrmazd Warāz]
8. [...] Lord of Undīgān?5.
[Ardaxšēr Sūrēn]
6. Raxš the General
7. Ohrmazd Warāz
8. Warhāndād [ ]5. Ardaxšēr the Hazārbed [NPi II a 7]
6. Ardaxšēr Surēn [NPi II a 8]
7. Ohrmazd Warāz [NPi II a 9]
8. Warhāndād (?) Lord of Undīgān
[NPi II a 10]
9. Kirdēr the Mowbed of Ohrmazd
[NPi II a 11]
10. [...]z-Narseh Kāren [NPi II a 12]
11. and [...] the first (?) [of the ...?]
12. Raxš the General [NPi II a 13]
Einen noch weiter zurückliegenden Rang hat Raxš dagegen in der zweiten Liste
(NPi 3.1(1983) 41, § 32: 16 C 5,05) erhalten; hier belegt er den 12. Rang
6
. Es gehen
ihm voran der hargbed, zwei Prinzen, der Vizekönig, der hazārbed, vier Vertreter der
vornehmsten Familien und der mowbed Kerdīr. Aus welchem Grunde der spāhbed
Raxš sich mit diesem niedrigeren Rang zufrieden geben mußte, läßt sich nicht mehr
klären. Allerdings macht P.O.Skjaervø darauf aufmerksam, daß Raxš in der Šābuhr-
Inschrift im Hofstaat Ardašīrs I. ebenfalls erst nach den Vertretern der ersten Fami-
lien eingestuft ist
7
.
Über Struktur und Ämterhierarchie des sāsānidischen Heeres im 3. Jahrhundert
n.Chr. finden sich nur spärliche Nachrichten in den Quellen. Dagegen enthalten die
Sekundär- bzw. Tertiärquellen der späteren Jahrhunderte viele Hinweise über die
wichtigsten Militärämter
8
und die Reformen XusrŌs I. AnŌšīrvān; so wurde im Laufe
der Jahrhunderte aus dem spāhbed des 3. Jahrhunderts n.Chr. ein Ērān-spāhbed;
gegen Ende des Sāsānidenreiches setzte XusrŌ I. AnŌšīrvān an Stelle eines spāh-
bed vier Amtsinhaber mit gleicher Bezeichnung ein, denen die militärische Befehls-

5
H.Humbach/P.O.Skjaervø, NPi 3.2(1983) 39. - Ph.Gignoux, Le spāhbed des Sassanides à l"Islam
(1990) 3.
6
bzw. Rang 13 unter Berücksichtigung von Wahrām III. und Wahnām, Sohn des Tatrus.
7
H.Humbach/P.O.Skjaervø, NPi 3.2(1983) 39.
8
s. A.Christensen, L"Iran sous les Sassanides (
2
1971) 130-32. - G.Widengren, Iran, der große Geg-
ner Roms: Königsgewalt, Feudalismus, Militärwesen. In: ANRW II, 9,1(1976) 280-299; s. insbes. 298.
- A.Sh.Shahbazi, Army. I. Pre-Islamic Iran: 5.The Sasanian period. In: EncIr II(1987) 496-99. -
Kl.Schippmann, Grundzüge der Geschichte des sasanidischen Reiches (1990) 103-06. -
J.Wiesehöfer, Das antike Persien (1994) 264.
3
gewalt über je ein Viertel des Reiches übertragen wurde
9
. Hier hingegen geht es
darum, Raxš' Stellung und militärische Befehlsgewalt als spāhbed im 3. Jahrhundert
n.Chr. darzulegen.
Der Titel des spāhbed, der sich in den Inschriften des 3. Jahrhunderts n.Chr. nach-
weisen läßt
10
, ist in den iranischen
11
Sprachen und in der Nebenüberlieferung be-
legt; er leitet sich ab von altiran. *spāda-pati- und setzt sich zusammen aus altiran.
*spāda- Heer und pati- Herr, Chef; daraus entstand der Titel eines Heerführers oder
Generals. Das Amt des spāhbed, an sich schon von herausragender Bedeutung,
war in der Zeit der ausgedehnten Eroberungszüge unter den beiden ersten sāsāni-
dischen Großkönigen entscheidend für die Gründung des Staates. Unter Ardašīr I.
waren nach dem Zeugnis der Šābuhr-Inschrift wohl nur drei Würdenträger - nach
dem Großkönig als oberstem Kriegsherrn
12
- mit militärischen Ämtern betraut: zu-
nächst der Vizekönig →Ardašīr [ŠKZ III 8], dann der Chiliarch →Pābag
[ŠKZ III 9],
der eine Elitetruppe von 1000 Mann befehligte, und Raxš, der spāhbed, acht
Ränge
13
nach ihm. Raxš hatte nicht nur für den Zustand des Heeres Sorge zu tra-
gen, sondern befehligte auch die gesamte persische Armee, die sich aus verschie-
denen Heeresverbänden zusammensetzte: Wichtigster Bestandteil des Heeres wa-
ren die schwer bewaffnete gepanzerte Reiterei
14
und die Kavallerie der leicht be-
waffneten Bogenschützen; ergänzt wurden diese Verbände durch die Fußsoldaten,
die jedoch bei den weit auseinander liegenden Kriegsschauplätzen von untergeord-
neter Bedeutung waren.
Unter Šābuhr I. erfolgt ein entscheidender Wechsel an der Spitze des sāsānidischen
Heeres. Der aspbed, der Befehlshaber der Reiterei, ersetzte den spāhbed, den
obersten Befehlshaber der Armee. Wenn der Fortfall dieses wichtigen militärischen
Amtes nicht auf ein Versehen des Schreibers der Inschrift zurückgeht, so hat Šābuhr
I. ganz gezielt die Bedeutung der Reiterei hervorheben wollen. Dabei wertete der
Großkönig dieses Amt dadurch auf, daß er den aspbed →PērŌz [ŠKZ IV 12]
15
direkt

9
s. Anm. 7. - s. dazu Ph.Gignoux, A propos de quelques inscriptions et bulles sassanides. In:
Histoire et cultes de l"Asie centrale préislamique (1991) 67-69; Pl. XXI. - Gh.Gnoli, The Quadriparti-
tion of the Sassanian empire. In: E&W 35(1985) 265-70. - R.Gyselen, La désignation territoriale des
quatre spāhbed de l'empire sassanide d"après les sources primaires sigillographiques. In: StIr
30(2001) 137-41.
10
Der Beweis, daß der Titel wohl schon im Partherreich verwendet wurde, geht auf den Gebrauch
dieses Titels im arsakidischen Königshaus von Armenien (sparapet bzw. asparapet) zurück s. die
Listen von Würdenträgern bei Agathangelos. History of the Armenians.Transl. and commentary by
R.W.Thomson. Albany (1976) § 795, S. 335; Anmerkungen S. 487. - Zu den Listen s. M.-
L.Chaumont, L"ordre des préséances à la cour des Arsacides d"Arménie (1967) 471ff. - s. auch
N.G.GarsoÐan, Prolegomena to a study of the Iranian aspects in Arsacid Armenia (1976) 211.
11
mpI: spāhbed; paI: spā?bed? grI: ???????? (wohl nach der mittelpersischen Aussprache gebildete
Wortform)? armen. sparapet. - H.Hübschmann, Armenische Grammatik. Th. 1: Armenische Etymolo-
gie (
3
1972) 22f., Nr. 18; 240, Nr. 588: sparapet und asparapet. ? Ph.Gignoux, Glossaire des Inscripti-
ons Pehlevies et Parthes (1972) 33; 63. - M.Back, SSI (1978) 257, Nr. 305. - Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999)
139. - Ph.Gignoux, Le spāhbed des Sassanides à l"Islam. In: JSAI 13(1990) 1-14.
12
Daß der Großkönig aktiv am Kampf teilnahm und an der Spitze des Heeres stand, beweisen u.a.
das Schlachtrelief von Fīrūzābād (Ardašīr im Kampf gegen den parthischen Großkönig Ardavān IV.)
und der Pariser Cameo (Sieg Šābuhrs I. über Kaiser Valerian).
13
s. Anm. 5: die Stellung des Raxš in der 2. Liste der Pāikūlī-Inschrift.
14
G.Widengren, ibid. (1976) 296.
15
Ph.Gignoux, Le spāhbed des Sassanides à l"Islam (1990) 12 und Anm. 40.
4
nach dem Chiliarchen →Pābag [ŠKZ IV 11], aber überraschender Weise vor und
nicht nach den Mitgliedern der einflußreichsten Familien des Reiches plazierte.
Die Pāikūlī-Inschrift des Großkönigs →Narseh kennt dagegen nur das Amt des
spāhbed und greift damit auf den unter Ardašīr I. verwandten Titel zurück. Aus wel-
chem Grunde eine derartige Maßnahme erfolgte, läßt sich nicht nachweisen.
Es bleibt die Frage nach der Identität des spāhbed Raxš. Diese Frage kann nur da-
hingehend beantwortet werden, daß es sich um zwei verschiedene Personen
16
han-
deln muß, vermutlich um den Vater oder Enkel oder einen anderen Nachkommen
aus derselben Familie, wie W.B.Henning, A.Maricq und P.O.Skjaervø schon festge-
stellt haben. Diese Folgerung ergibt sich schon aus der großen Zeitspanne von ca.
30 Jahren, die zwischen der Šābuhr- und der Pāikūlī-Inschrift liegt.
L:
Quellen:
ŠKZ: M.Back, Die sassanidischen Staatsinschriften. Leiden, Téhéran 1978. (AcIr.18.) - Ph.Huyse,
Die dreisprachige Inschrift Šābuhrs I. an der Ka
>ba-i Zardušt (ŠKZ). Bd 1-2. London 1999. (CII P.III,
1,1, 1-2.)
NPi: E.Herzfeld, Paikuli. Monument and inscription of the early history of the Sassanian empire. Bd
1-2. Berlin 1924. - H.Humbach/P.O.Skjaervø, The Sassanian Inscription of Paikuli [NPi]. P. 1-3.
Wiesbaden 1978-83.
Name:
F.Justi, Iranisches Namenbuch. Marburg (1895) 88f.; 258. - Repr. Hildesheim 1963. - E.Herzfeld,
ibid. 2(1924) 240. - M.Back, ibid. (1978) 253, Nr. 287. - H.Humbach/P.O.Skjaervø, NPi 3.1(1983)
107 s.v. lhšy. - H.Hübschmann, Armenische Grammatik. 2., unveränd. Aufl. Darmstadt. T.1(1962)
22f., Nr. 18.(Bibliothek indogermanischer Grammatiken.6.) - 2. unveränd. Nachdr. Hildesheim 1972. -
Ph.Gignoux, Noms propres sassanides en moyen-perse épigraphique. Wien (1986) 153, Nr.
806.(IPNB, II,2.) - Ph.Huyse, ibid. 2(1999) 139 mit weiteren Literaturangaben.
Amt (Heerwesen):
F.Justi, ibid. (1895) 306 s.v. *Spādapati. - E.Herzfeld, ibid. 2(1924) 225f. - A.Christensen, L"Iran
sous les Sassanides. Copenhague (
2
1944) 130-32. - Repr. Osnabrück 1971. - W.B.Henning, Notes
on the great inscription of Šāpūr I. In: Prof. Jackson Memorial Volume. Bombay (1954) 51. - Ebenf.
abgedr. in: Selected Papers. Leiden, Téhéran 2(1977) 426.(AcIr.15.) - A.Maricq, Res Gestae Divi
Saporis. In: Syria 35(1958) 324 und Anm. 4. - Ebenf. abgedr. in: Classica et Orientalia. Paris (1965)
66. (Institut Français d"Archéologie de Beyrouth. Publication hors série.11.) - Ph.Gignoux, Glossaire
des Inscriptions Pehlevies et Parthes. London (1972) 33; 63. (CII. Supplementary Series.I.) -
H.Hübschmann, Armenische Grammatik. Th. 1. Armenische Etymologie. Leipzig (1897) 22f., Nr. 18;
240, Nr. 588.(Bibliothek indogermanischer Grammatiken.6.) - Repr. Hildesheim
3
1972. -
N.G.GarsoÐan, Prolegomena to a study of the Iranian aspects in Arsacid Armenia. In: HA 90(1976)
211, Anm. 44b. - Ebenf. abgedr. in: Armenia between Byzantium and the Sasanians. London (1985)
22-24. - G.Widengren, Iran, der große Gegner Roms: Königsgewalt, Feudalismus, Militärwesen. In:
ANRW II, 9,1(1976) 219-306; s. insbes. 298. - M.Back, SSI (1978) 257, Nr. 305. - H.Humbach/
P.O.Skjaervø, NPi 3.1(1983) 123. - M.-L.Chaumont, L"ordre des préséances à la cour des Arsacides
d"Arménie. In: JA 254(1967) 471-97. - Gh.Gnoli, The Quadripartition of the Sassanian empire. In:
E&W 35(1985) 265-70. - A.Sh.Shahbazi, Army. I. Pre-Islamic Iran: 5.The Sasanian period. In: EncIr
II(1987) 496-99. - Ph.Gignoux, Le spāhbed des Sassanides à l"Islam. In: JSAI 13(1990) 1-14. -

16
W.B.Henning, Notes on the great inscription of Šāpūr I (1954) 51. - A.Maricq, Res Gestae Divi
Saporis (1958) 324 und Anm. 4. - H.Humbach/P.O.Skjaervø, NPi 3.2(1983) 44. - Ph.Huyse, ŠKZ
2(1999) 138.
5
Kl.Schippmann, Grundzüge der Geschichte des sasanidischen Reiches. Darmstadt (1990) 103-06. -
Ph.Gignoux, A propos de quelques inscriptions et bulles sassanides. In: Histoire et cultes de l"Asie
centrale préislamique. Sources écrites et documents archéologiques. Actes du Colloque international
du CNRS (Paris, 22-28 novembre 1988). Sous la direction de P.Bernard et F.Grenet. Paris (1991) 65-
69; Pl. XXI. - J.Wiesehöfer, Das antike Persien. Von 550 v.Chr. bis 650 n.Chr. München, Zürich
(1994) 263-65; 379. - E.Khurshudian, Die parthischen und sasanidischen Verwaltungsinstitutionen.
Nach den literarischen und epigraphischen Quellen, 3.Jh. v.Chr. - 7.Jh.n.Chr. Jerewan (1998) 147-
58; insbes. 150f. - Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 139. - R.Gyselen, La désignation territoriale des quatre
spāhbed de l"empire sassanide d"après les sources primaires sigillographiques. In: StIr 30(2001) 137-
41.