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Ursula Weber: Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n. Chr.
Ardashir_Tahmsabuhr 1
Vorwort Abkürzungsverzeichnis Personenregister Orts- und Sachregister

Griechisches Wörterverzeichnis
Karte des S
?s
?nidenreiches

NPi I: Introduction
NPi II a: Main part a NPi II b: Main part b NPi III: Conclusion

ŠKZ I: Genealogie
ŠKZ II: Hofstaat P
?bags ŠKZ III: Hofstaat Ardaš
?rs I.

ŠKZ IV: Hofstaat Š
?buhrs I. ŠKZ V: Frauen





Ardašr Tahmšbuhr
[NPi II a 15]


B:
NPi1: § 32: mpI C 6,05 - C 8,05: W <rthštr ZY t[h]mš[h]pwhry; paI c 11,02 - c 12,02: W <rthštr <-->
thmšh[ypwhr. - Übers.: Ardaxš
?r Tahmš?buhr.

§ 32: [And when] We arrived [in] As
?rest?n at this place where this monument has been made, then
Š
?buhr the Hargbed, and P?r?z the Prince, and Narseh the Prince, son of S?s?n, and P?bag the
Bidaxš, and Ardaxš
?r the Haz?rbed, and Ardaxš?r Sur?n, and Ohrmazd War?z, [and Warh?nd?d ?
Lord of Und
?g?n,] and Kird?r the Mowbed of Ohrmazd, and [...]z-narseh K?ren, and [...] the first (?) [of
the ...?], and Raxš the General, and Ardaxš
?r Tahmš?buhr, [..., and ...] Secretary of the Finances,
and °
?ygird the Cupbearer, [and] likewise the Princes and Grandees and Nobles and Householders
and Satraps and Accountants (and) Storekeepers (? not Pa) and the remaining Persians and Par-
thians who were in As
?rest?n [and X?zest??]n and Garamaea and Sy?rz?r, all together they came to
X
?y?n ? N?katr? to meet Us.
And here they came into Our presence where this monument has been made.




P:
Ardaš
?r Tahmš
?buhr2 gehörte zu den zahlreichen Würdenträgern, die sich nach dem
Tode
?Wahr
?ms II.3 (276-293 n.Chr.) im Thronfolgestreit zwischen König ?Narseh
4 von Armenien und ?Wahr
?m III. 5 an entscheidender Stelle an den Auseinan-
dersetzungen beteiligten. Die einzige Quelle für diesen Thronfolgestreit, der in einen
Bürgerkrieg auszuarten drohte, ist die mittelpersisch-parthische Bilingue des Königs


1 Der vollständige Text der P?ik?l?-Inschrift in der englischen Übersetzung von P.O.Skjaervø findet
sich in dieser Prosopographie s. v. Narseh, König der Könige von
?r?n und An?r?n unter B: Quellen.
2 Zum Namen Ardaš?rs s. F.Justi, Iranisches Namenbuch (1895) 34-36 s.v. Arta?ša?r?. - M.Back, SSI
(1978) 190, Nr. 45; 263, Nr. 333. - Ph.Gignoux, Noms propres sassanides en moyen-perse épigraphi-
que (1986) 46, Nr. 126; 166, Nr. 890 und 148, Nr 766. - Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 12-13 = § 1.7.
3 U.Weber, Wahr?m II., König der Könige von ?r?n und An?r?n. In: IrAnt 44(2009) 559-643. 4 U.Weber, Narseh, König der Könige von ?r?n und An?r?n. In: IrAnt 47(2012) 153-302.
5 Zum historischen Hintergrund des Thronfolgestreits nach dem Tode Wahr?ms II. s. U.Weber,
Wahr
?m III., König der Könige von ?r?n und An?r?n. In: IrAnt 45(2010) 353-394.
2
Narseh am Monument von P
?ik?l
? (Abb. 1-2) in >Ir
?qi-Kurdist
?n6. Überlieferungen der
zweiten und dritten Tradition sind bis jetzt unbekannt.




















Abb. 1: Lage des Passes von P
?ik?l
?7
und des Ortes X
?y?n
? N
?k?tr?






6 Zur geographischen Lage von P?ik?l? s. E.Kettenhofen, Das S?s?nidenreich. Wiesbaden 1993.
(TAVO - Karte B VI 3). - id., Tird
?d und die Inschrift von Paikuli. Kritik der Quellen zur Geschichte
Armeniens im späten 3. und frühen 4. Jh. n.Chr. (1995) 1-3; 5: Abb. 1. - P
?ik?l?-Inschrift = NPi:
H.Humbach/P.O.Skjaervø, The Sassanian Inscription of Paikuli. P. 1-3. Wiesbaden 1978-1983.
7 E.Kettenhofen, Tird?d und die Inschrift von Paikuli (1995) 5: Abb. 1: Zeichnung von Ch.Bandomer,
Tübingen, auf der Grundlage von H.Humbach/P.O.Skjaervø, NPi Part 1(1978) Fig. 116 (Sketch-map
by G.D.Davary).
3


Abb. 2: P?ik?l
?. Turm des Narseh (Rekonstruktion)8

Neben der Š
?buhr-Inschrift ist die Bilingue von P
?ik?l
? von großer Bedeutung für die
prosopographische Überlieferung im 3. Jahrhundert n.Chr. Sie ergänzt mit 57 ge-
nannten Personen unsere Kenntnis von den bedeutendsten Persönlichkeiten des
S
?s
?nidenhofes und von vielen bisher unbekannten Königen und Herrschern kleine-
rer Reichsgebiete
9. Gleichzeitig vermittelt die P
?ik?l
?-Inschrift Einblicke in die Organi-
sation des Staatsapparates und in die offizielle Epistolographie des Reiches im spä-
ten 3. Jahrhundert n.Chr.
Zunächst ist es jedoch notwendig, den historischen Hintergrund der Ereignisse kurz
zu skizzieren
10. Ausgangspunkt für die kriegerischen Auseinandersetzungen war die
Krönung Wahr
?ms III., der auf Initiative ?Wahn
?ms, Sohn des ?Tatrus [NPi II a 2
und II b 2], ohne Wissen des Adels, der höchsten Würdenträger des Reiches und der
Perser und Parther, im Jahre 293 n.Chr. den Thron des S
?s
?nidenreiches bestiegen
hatte. Die Krönung Wahr
?ms III. stieß jedoch bei einem Teil des Adels und vor allem
bei König Narseh von Armenien, der schon von
?Wahr
?m I.11 (273 n.Chr.) in der
Thronfolge übergangen worden war, auf großen Widerstand und drohte in einen
Bürgerkrieg auszuarten. Daß Narseh sich in der Tat in der Thronfolge übergangen
fühlte, beweist seine "damnatio memoriae" an der Inschrift am Investiturrelief
Wahr
?ms I. in B

?buhr (V). Narseh sah Wahr
?m I. als Usurpator an. Desungeachtet
verhielt sich Narseh gegenüber den Herrschern der Wahr
?m-Familie jedoch stets
loyal. Als aber nach dem Tode Wahr
?ms II. ein Teil des Adels Narseh mit eindringli-
chen Worten bat, nach
?r
?nšahr zu kommen und den Thron der Ahnen zu besteigen,
ging Narseh auf ihr Bittgesuch ein. Anführer der Partei Wahr
?ms III. war Wahn
?m,
Sohn des Tatrus, der vermutlich schon zu Lebzeiten Wahr
?ms II. ein hoher Würden-
träger mit beträchtlichen Machtbefugnissen am s
?s
?nidischen Königshof gewesen
sein muß. Auf der Gegenseite stand König Narseh, unterstützt von den höchsten


8 E.Herzfeld, Paikuli 1(1924) 7, Fig. 7. 9 Vgl. die Neufunde: C.G.Cereti/G.Terribili, The Middle Persian and Parthian Inscriptions on the Paikuli
Tower. New Blocks and Preliminary Studies. In: IrAnt XLIX(2014) 347-412.
10 U.Weber, Wahr?m III., ibid. (2010) 353-394 und Narseh, König der Könige von ?r?n und An?r?n,
ibid. (2012) 153-302.
11 U.Weber, Wahr?m I., König der Könige von ?r?n und An?r?n (273-276 n.Chr.). In: Festschrift für
E.Kettenhofen (2008) 171-221.
4
Würdenträgern (Taf. 1) des Reiches, die ihm schon bei ihrem ersten Treffen am Paß
von P
?ik?l
?, an dem Ort X
?y
?n
? N
?k
?tr
? (Abb. 1)12, die Großkönigswürde angeboten
hatten. Daß die Thronstreitigkeiten letztlich zugunsten Narsehs ausgingen, lag wohl
entscheidend an einem Stimmungswechsel innerhalb der Truppen Wahr
?ms III. Ein
Teil seiner Truppen fiel von ihm ab und ergab sich Narseh. Als die Niederlage der
Partei Wahr
?ms III. abzusehen war, unterwarf er sich seinem Großonkel Narseh und
verzichtete auf seinen Thronanspruch
13. Im Hinblick auf die Erfolglosigkeit seiner
Unternehmungen gab auch Wahn
?m den Kampf auf. Nach der Bestrafung der geg-
nerischen Partei berief Narseh eine Adelsversammlung ein, um sich einer seit
Ardaš
?r I. üblichen Königswahl zu stellen.
In Erinnerung an das denkwürdige Treffen in X
?y
?n
? N
?k
?tr
? und wohl seine erste
Proklamation zum Großkönig ließ Narseh die P
?ik?l
?-Inschrift setzen. Narsehs Ab-
sicht war es, in dieser Inschrift alle Ereignisse der Auseinandersetzungen offen dar-
zulegen und auch über seine Königswahl wahrheitsgetreu zu berichten. Von daher
ist die P
?ik?l
?-Inschrift als Rechenschaftsbericht und gleichzeitig als Legitimations-
schrift für Narsehs Aufstieg zum š
?h
?n š
?h des S
?s
?nidenreiches zu bewerten14.
Es stellt sich die Frage, welche Rolle Ardaš
?r Tahmš
?buhr unter den höchsten Wür-
denträgern des Reiches spielte. An drei Stellen der Narseh-Inschrift, in den Paragra-
phen 16, 32 und 92-93, finden sich Listen von Parteigängern des Königs Narseh,
deren Namen ohne diese Quelle wohl niemals bekannt geworden wären. Während
die erste Personenliste (§ 16) nur acht Würdenträger aufweist, die Narseh eine Bot-
schaft senden mit der Aufforderung, den Thron der Ahnen zu besteigen, überliefert
die zweite Liste fünfzehn Namen, von denen jedoch acht schon aus der ersten Liste
bekannt sind. Ardaš
?r Tahmš
?buhr, der auf Rang 13 der zweiten Liste steht, nimmt
an dem entscheidenden Treffen zwischen Narseh und seinen Parteigängern auf dem
Paß von P
?ik?l
? teil (Abb. 1) und weist sich durch diese Nominierung als Anhänger
des Königs Narseh von Armenien aus. Man darf wohl annehmen, daß Ardaš
?r
Tahmš
?buhr neben seinem eindeutigen Votum für König Narseh auch aktiv am Auf-
marsch der Truppen beteiligt war.
Es ist aufschlußreich, daß Ardaš
?r Tahmš
?buhr, der offensichtlich nicht zum Hoch-
adel zählte und auch kein Hofamt innehatte, zum Kreis der höchsten Würdenträger
des Reiches gehörte und an dieser entscheidenden Versammlung auf dem Paß von
P
?ik?l
? teilnahm. Welche hohe Persönlichkeiten des Reiches hier zusammenkamen,
beweist die folgende Aufstellung (II. Personenliste: Taf. 1): Die Gruppe der Anhänger
des Narseh führte der Oberbefehlshaber des Heeres (hargbed) an, gefolgt von zwei
Prinzen, dem Vizekönig (bidaxš), dem Chiliarchen (haz
?rbed), fünf Vertretern des
s
?s
?nidischen Hochadels15 und dem Anführer der Reiterei (sp
?hbed). Diesen
Würdenträgern folgt Ardaš
?r Tahmš
?buhr auf dem dreizehnten Rang. Ihm nachge-


12 Es ist das Verdienst W.B.Hennings [A Farewell to the Khagan of the Aq-Aqatär?n. In: BSOAS
14(1952) 501-521; hier 519f.], diesen Ortsnamen richtig rekonstruiert und gelesen zu haben (520): "
...one will inevitably restore (N)[Y]DKTL<[Y] or (N)[Y]DKTL<[N] and identify H
?y?n ?g N. with N?q?t?r-
?w?n? (Syriac Nyq'wr-<wn<), a place of unknown situation within the confines of the Nestorian metro-
polity of B
?? Garmai, to which Paikuli and its neighbourhood belonged, see G.Hoffmann, Auszüge aus
Syrischen Akten persischer Märtyrer, pp. 48 (n. 417), 277". - V.Popp(I-III)/H.Humbach(IV), Die Paikuli-
Inschrift im Jahre 1971. In: Baghdader Mitteilungen 6(1973) 99-109.
13 H.Humbach/P.O.Skjaervø, NPi 3.1(1983) 51f., § 51. 14 U.Weber/J.Wiesehöfer, König Narsehs Herrschaftsverständnis. In: Commutatio et contentio. Studies
in the Late Roman, Sasanian and Early Islamic Near East. In Memory of Z.Rubin (2010) 89-132.
15 In dieser Reihenfolge treten hier die Mitglieder der vornehmsten adligen Familien auf: Ardaš?r
S
?r?n, Ohrmazd War?z, *Warh?nd?d, Herr von And?g?n, Kerd?r, der mowbed des Ohrmazd und
[...]z-Narseh K
?rin.
5
ordnet sind der Leiter der Finanzverwaltung (pa. hštr-<hmr SPRA) und der oberste
Mundschenk (pa. tkrpty).
Bemerkenswert ist, daß die P
?ik?l
?-Inschrift im Gegensatz zur Š
?buhr-Inschrift nur
wenige Träger von Ehrentiteln aufweist
16. Das entscheidende Auswahlkriterium für
Ardaš
?r Tahmš
?buhrs Aufnahme in diesen illustren Kreis ist vermutlich sein Ehrentitel
Tahmš
?buhr, den Ardaš
?r sich für außerordentliche Leistungen erworben haben wird.
Die Vergabe von Ehrentiteln geht auf eine alte persische Tradition zurück und war
schon zu Zeiten der Achaimeniden bekannt
17. Ihre Verleihung ist als Ausdruck der
Wertschätzung für herausragende Verdienste um König und Reich anzusehen. Aus
welchen Gründen und für welche Verdienste eine derartige Einstufung erfolgte, läßt
sich nach heutigem Erkenntnisstand nicht nachvollziehen. Ausschlaggebend für das
Protokoll könnte in der Wertigkeit der Ehrentitel oder im Rang der Würdenträger zu
suchen sein. Ebenfalls unbeantwortet muß die Frage nach der Wertigkeit der einzel-
nen Ehrentitel bleiben. Die Ehrentitel sind in der Regel Zusammensetzungen mit den
Namen der Großkönige, die ihn verliehen haben. Dies zeigt sich bei sieben der acht
zitierten Ehrentiteln in der Š
?buhr-Inschrift. Die einzige Ausnahme ist der Würdenträ-
ger Ardaš
?r "Ardaš
?r-Šn?m' [ŠKZ IV 20], der zum Hofstaat Š
?buhrs I. gehört. Dabei ist
nicht auszuschließen, daß dieser Würdenträger die Auszeichnung von Ardaš
?r I. er-
hielt und in den Hofstaat seines Nachfolgers übernommen wurde.
Bei den spätgriechischen und lateinischen Autoren und auch in der wissenschaftli-
chen Diskussion sind diese Ehrentitel oft als Patronyme mißverstanden worden
18.
Ardaš
?rs Epitheton Tahmš
?buhr ist aber nicht als Patronym, sondern als Ehrentitel19
anzusehen, der nicht nur im 3. Jahrhundert n.Chr., sondern auch in späteren Jahr-
hunderten beliebt war
20. Dieser Ehrentitel, in der Bedeutung "Tapfer ist Ardaš
?r',
stellt für seinen Träger eine hohe Auszeichnung dar, die er auf Grund besonderer
Verdienste für den König und das Reich erhalten haben wird. Auch im Falle Ardaš
?rs
zeigt sich, daß die Ehrentitel mehrheitlich aus Zusammensetzungen mit den Namen
der Könige, die ihn verliehen haben, gebildet sind
21. Daher könnte man davon ausge-
hen, daß Ardaš
?r Tahmš
?buhr seinen Ehrentitel von Š
?buhr I. erhalten hat.


16 Nach dem Zeugnis der Š?buhr-Inschrift muß die Verwendung der Ehrentitel sehr beliebt gewesen
sein: Im Hofstaat Ardaš
?rs I. tritt nur ein Träger eines Ehrentitels auf: ?Aburs?n ? Ardaš?r-Farr [ŠKZ III
15]; im Hofstaat Š
?buhr I. steigt die Zahl der durch einen Ehrentitel ausgezeichneten Würdenträger
auf sieben an:
?D?nag ? M?š?n b?mbišn, dastgerd Š?buhr [ŠKZ IV 3], ?*Srid?y ? Š?hm[ust [ŠKZ IV
19],
?Ardaš?r ? Ardaš?r-Šn?m [ŠKZ IV 20], ?P?(k)?ihr ? Tahm-Š?buhr [ŠKZ IV 21], ??ašmag ? N?w-
Š?buhr [ŠKZ IV 23], ?Wohn?m ? Š?buhr-Šn?m [ŠKZ IV 24]; auf dem 29. Rang steht in der mittelper-
sischen Version der Š
?buhr-Inschrift nur eine Person ?P?b?g ? P?r?z-Š?buhr, Sohn des Šanbid [ŠKZ
IV 29], in der parthischen und griechischen Version dagegen stehen zwei Personen
?Razmay??
[ŠKZ IV 30] ud P
?bi? P?r?z-Š?buhr, die Söhne (?) des Šanbid; gr.
???????? ??? ????? ????????? ?????????? (die Söhne ?) des Šanbid.
17 A.Christensen, L"Iran sous les Sassanides (21944) 409f. - M.Sprengling, Third Century Iran. Sapor
and Kartir (1953) 32. - s. auch U.Weber/J.Wiesehöfer, Das Reich der Achaimeniden. Eine Bibliogra-
phie. Berlin (1996) Nr. 9010-9010a; 9027.(AMI. Erg.Bd.15.)
18 Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 159. 19 M.Sprengling, Shahpuhr I, the Great on the Kaabah of Zoroaster (KZ) (1940) 411, Nr. 21. -
A.Maricq, Res Gestae Divi Saporis (1958) 324 Anm. 2; 328. - M.Back, ibid. (1978) 263, Nr. 333. -
Ph.Gignoux, ibid. (1986) 166, Nr. 890 und p. 148 Nr. 766: unklar ist hier Ph.Gignoux' Entscheidung für
ein Patronymikon oder einen Ehrentitel. - Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 159.
20 F.Justi, Iranisches Namenbuch (1895) 318: Tahm; 321: Tamš?p?r. - Repr. Hildesheim 1963. - In der
Š
?buhr-Inschrift kommt ein mit Tahm- zusammengesetzter Ehrentitel nur einmal vor, wie oben be-
schrieben. - Beispiele für die Verwendung von Tahm mit dem Namen eines Königs finden sich bei
Th.Nöldeke, Tabari (1879) 443 Anm. 1.
21 A.Christensen, L"Iran sous les Sassanides (21944) 410: "Une sorte particulière de noms d"honneur
étaient ceux composés du nom du roi, dans le service duquel la personne en question s"était distin-
guée".
6

Taf. 1: I. und II. Personenliste der P?ik?l
?-Inschrift 22: §§ 16 und 32
Anhängerschaft des Narseh (§ 16: 8 Personen; § 32: 15 Personen)


Warahr?n [III], King of Kings, son of Warahr?n [II]
Wahn
?m, Son of Tatrus [NPi II a 2]

§ 16: I. Personenliste § 32: II. Personenliste

1. Š?buhr the Hargbed 1. Š?buhr the Hargbed [NPi II a 3]
2. and Narseh the Prince, son of S?s?n 2. and P?r?z the Prince [NPi II a 4]
3. [and] P?bag the Bidaxš 3. and Narseh the Prince, son of S?s?n [NPi II a
5]
4. and Ardaxš?r the Haz?rbed 4. and P?bag the Bidaxš [NPi II a 6]
5. and Raxš the General 5. and Ardaxš?r the Haz?rbed [NPi II a 7]
6. and Ardaxš?r [Sur?n] 6. and Ardaxš?r Sur?n [NPi II a 8]
7. and Ohrmazd War?z 7. and Ohrmazd War?z [NPi II a 9]
8. (and) *Warh?nd?d (?) Lord of And?g?n 8. [and *Warh?nd?d ? Lord of And?g?n] [NPi II a
10]
9. and Kird?r the Mowbed of Ohrmazd [NPi II a
11]
10. and [...]z-narseh K?ren [NPi II a 12]
11. and [...] the first (?) [of the ...?] [NPi II a 13]
12. and Raxš the General [NPi II a 14]
13. and Ardaxš?r Tahmš?buhr [NPi II a 15]
14. [..., and ...] Secretary of the Financies [NPi II
a 16]
15. and °?ygird the Cupbearer [NPi II a 17]






L:
Quelle:
NPi: E.Herzfeld, Paikuli. Monument and Inscription of the Early History of the Sasanian Empire. Bd 1-
2. Berlin 1924. -
H.Humbach/P.O.Skjaervø,The Sassanian Inscription of
Paikuli [NPi]. P. 1-3. Wiesbaden, Teheran
1978-1983. - [Part 1: Supplement to Herzfeld"s Paikuli. Wiesbaden, Teheran 1978. - Part 2: Synoptic
Tables. Wiesbaden 1980. - Part 3.1: Restored Text and Translation by P.O.Skjaervø. Wiesbaden
1983. - Part 3.2: Commentary by P.O.Skjaervø. Wiesbaden 1983]. - s. auch die Rezension von
W.Sundermann in: Kratylos 28(1983) 82-89. -
Engl. Übers.: hier Part 3.1: Restored Text and Translation by P.O.Skjaervø (1983) 27-74.

P.O. Skjaervø, A New Block from the Paikuli Inscription. In: Journal of Inner Asian Art and Archae-
ology 1(2006) 119-123.


C.G.Cereti/G.Terribili, The Middle Persian and Parthian Inscriptions on the Paikuli Tower. New
Blocks and Preliminary Studies. In: IrAnt XLIX(2014) 347-412.



ŠKZ: M.Back, Die sassanidischen Staatsinschriften (SSI). Leiden, Téhéran 1978. (Acta Iranica.18.) -
Ph.Huyse, Die dreisprachige Inschrift Š
?buhrs I. an der Ka>ba-i Zardušt (ŠKZ). Bd 1-2. London
1999.(Corpus Inscriptionum Iranicarum.P. III, 1,1,1-2.)



Name:

F.Justi, Iranisches Namenbuch. Marburg (1895) 34-36 s. v. Arta?ša?r
?. - Repr. Hildesheim 1963. -
M.Back, Die sassanidischen Staatsinschriften. Leiden, Téhéran (1978) 190, Nr. 45; 263, Nr. 333.(Acta

22 Nach H.Humbach/P.O.Skjaervø, NPi 3.1(1983) 33f.: § 16. - 3.1(1983) 41-43: § 32.
7
Iranica.18.). - Ph.Gignoux, Noms propres sassanides en moyen-perse épigraphique. Wien (1986) 46,
Nr. 126; 166, Nr. 890.(Iranisches Personennamenbuch.II,2.) - Ph.Huyse, Die dreisprachige Inschrift
Š
?buhrs I. an der Ka>ba-i Zardušt (ŠKZ). London 2(1999) 12f. = § 1.7.(Corpus Inscriptionum Iranica-
rum.I,1,2.)


Ehrentitel:

Th.Nöldeke, Geschichte der Perser und Araber zur Zeit der Sasaniden. Aus der arabischen Chronik
des Tabari. Leyden (1879) 443 Anm. 1. - Repr. Graz 1973. - F.Justi, Iranisches Namenbuch. Mar-
burg (1895) 318. - Repr. Hildesheim 1963. - A.Christensen, L"Iran sous les Sassanides. Copenhague
(
21944) 409f. - Repr. Osnabrück 1971. - M.Sprengling, Shahpuhr I, the Great on the Kaabah of Zo-
roaster (KZ). In: American Journal of Semitic Languages and Literatures 57(1940) 341-429; hier 411,
Nr. 21. - id., Third Century Iran. Sapor and Kartir. Chicago (1953) 32. - A.Maricq, Res Gestae Divi
Saporis. In: Syria 35(1958) 295-360; hier 324 Anm. 2; 328, Nr. 21 und Anm. 2. - Ebenf. abgedr. in:
Classica et Orientalia. Paris (1965) 37-101; hier 66; 70.(Institut Français d"Archéologie de Beyrouth.
Publication hors série.11.) - H.Humbach/P.O.Skjaervø, The Sassanian Inscription of Paikuli. Wiesba-
den 3.1(1983) 42; 43; 128. - Ph.Gignoux, L"apport de l"onomastique sassanide à la philologie ira-
nienne. In: Linguistica e Filologia. Atti del VII Convegno Internazionale di Linguistici. Milano (1984).
Brescia (1987) 291-300; hier 299f. - id., Noms propres sassanides en moyen-perse épigraphique.
Wien (1986) 166, Nr. 890.(Iranisches Personennamenbuch.II,2.) - U.Weber/J.Wiesehöfer, Das Reich
der Achaimeniden. Eine Bibliographie. Berlin (1996) Nr. 9010-9010a; 9027. (Archäologische Mitteilun-
gen aus Iran, Ergänzungsband.15.) - Ph. Huyse, ŠKZ 2(1999) 159. (Corpus Inscriptionum Iranica-
rum.I,1,2.)




Geschichte:

G.Hoffmann, Auszüge aus Syrischen Akten persischer Märtyrer, übers. und durch Untersuchungen
zur historischen Topographie erläutert. Leipzig (1880) 48 Anm. 417. (Abhandlungen für die Kunde des
Morgenlandes.VII,3.
) - W.B.Henning, A Farewell to the Khagan of the Aq-Aqatär?n. In: Bulletin of the
School of Oriental and African Studies 14(1952) 501-521. - Ebenf. abgedr. in: Selected Papers. Lei-
den 2(1977) 387-408.(Acta Iranica.15.)(Hommages et Opera Minora.6.). - V.Popp(I-III)/H. Hum-
bach(IV), Die Paikuli-Inschrift im Jahre 1971. In: Baghdader Mitteilungen 6(1973) 99-109. - U.Weber,
Wahr
?m I., König der Könige von ?r?n und An?r?n (273-276 n.Chr.). In: Festschrift für Erich Ketten-
hofen. Hrsg. von O.Tabibzadeh und T.Daryaee. Teheran (2008) 171-221. (Iranistik. Deutschsprachige
Zeitschrift für iranistische Studien. 5,1-2 [2006-2007]). - ead., Wahr
?m II., König der Könige von ?r?n
und An
?r?n. In: Iranica Antiqua 44(2009) 559-643. - ead., Zu den Felsbildnissen des Königs Narseh.
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