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Ursula Weber: Prosopographie des Sāsānidenreiches im 3. Jahrhundert n. Chr.
Anonyma_Tochter_Kaiser_Valerians_Aurelians
1
Vorwort Abkürzungsverzeichnis Personenregister Orts- und Sachregister

Griechisches Wörterverzeichnis
Karte des S
?s
?nidenreiches

NPi I: Introduction
NPi II a: Main part a NPi II b: Main part b NPi III: Conclusion

ŠKZ I: Genealogie
ŠKZ II: Hofstaat P
?bags ŠKZ III: Hofstaat Ardaš
?rs I.

ŠKZ IV: Hofstaat Š
?buhrs I. ŠKZ V: Frauen






Anonyma*1, Tochter Kaiser Valerians/Aurelians (?),
Ehefrau Š
buhrs I.
[Ibn al-Qif'
, Bar Hebraeus]

B:
Ibn al-Qif'
?, >Al
? Ibn Y?suf: Ibn al-Qif'
?"s Ta<r
?AE al-Ðukam
?<. Auf Grund der Vorarbeiten Aug. Müller"s
hrsg. von J.Lippert. Leipzig (1903) 132,17-133,17:
?ibr
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?l b. BuAEt
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?lika wa-qabla an tunqala ilaihi ban
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Qus
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Übers.:
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?s b. BuAEt
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?und
?s
?b?r war ein geschickter, ausgezeich-
neter Arzt, der Werke/Bücher über die Medizin verfaßt hatte und im Dienste des Kalifen ar-Raš
?d und
seiner Nachfolger stand; und er trat an die Stelle seines Vaters Bu
AEt
?š?> bei den Kalifen, und er wurde
groß in ihrer Dynastie. Und
?ibr
?<
?l gehörte zu den Einwohnern von
?und
?s
?b?r. Und unter den Ein-
wohnern von
?und
?s
?b?r gab es Ärzte, die über Fertigkeit im Beruf und über Wissen aus der Zeit der
Perserkönige verfügten, und das ist der Grund dafür, daß sie diesen Rang erreichten.
Und es geschah, daß S
?b?r, Sohn des Ardaš
?r, einen Waffenstillstand mit F
?las [Valerian], dem Kai-
ser, dem Herrscher Roms, geschlossen hatte, nach seinem Sieg über Syrien und seiner Eroberung
Antiochias; und er [S
?b?r] forderte von ihm, daß er ihm seine Tochter zur Frau gäbe gegen etwas,
worüber sie sich miteinander verständigten; und der Kaiser tat jenes, und bevor sie zu ihm zog, baute
er für sie eine Stadt nach dem Vorbild von Konstantinopel und das war die Stadt
?und
?s
?b?r. Und in
ihren Chroniken wurde erwähnt, daß sie ein Dorf war, das einem Mann namens
?und
? gehörte und

1 Die mit einem Asteriskos hinter ihrem Namen gekennzeichneten Personen gelten als historisch nicht
gesichert bzw. fiktiv.
2
daß S
?b?r, als er dessen Ort auswählte, um dort eine Stadt zu errichten, für ihn viel Geld als Preis für
[das Dorf] aufbrachte, doch dieser lehnte ab, es zu verkaufen.
Und als er die Tochter des Kaisers dorthin führte, zog mit ihr jede Art von den Einwohnern ihrer Stadt,
die sie brauchte. So zogen mit ihr vorzügliche Ärzte, und als sie dort wohnten, begannen sie junge
Leute von den Einwohnern dort zu lehren, und ihre Position hinsichtlich des Wissens wurde noch stär-
ker und sie vermehrten es und erstellten Regeln der (medizinischen) Behandlung entsprechend der
Temperamente ihrer Länder, so daß sie sich durch große Verdienste auszeichneten; und als eine
Gruppe, die ihre Behandlung und ihre Methode gegenüber derjenigen der Griechen und Inder vorzog,
weil sie die Vorzüge jeder Gruppe nahmen und durch das ergänzten, was sie selbst entdeckten, so
erstellten sie für sie Ordnungen und Regeln und Bücher, in denen sie jede Wohltat verzeichneten.

Barhebraeus: Gregorii Barhebraei Chroncicon Syriacum. Ed. P.Bedjan. Paris (1890) 57,11-15: w-h?
[<WRYLYNWS] yab
barteh l-ŠBWR wa->bad >ammeh šayn
?. W-ŠBWR bn
? leh md
?tt
? b-p
?res d-
d
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? l-QWS$N$YNPWLYS h
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?sy?t
?
<YPWQR$
?yt
? b-madnÐ
?.
Übers.: E.A.W. Budge, The chronography of Gregory Ab
? 'l - Faraj ... commonly known as Bar
Hebraeus. London 1(1932) 56. - Repr. London 1976:
And Aurelian gave his daughter to Sapor, and made peace with him. And Sapor built for himself in
Persia a city which was like Constantinople. And its name was Gûndîshâbhôr, and he made his Ro-
man wife to live therein. And there came with her distinguished Greek physicians, and they sowed the
system of medicine of Hippocrates in the East.


Bar Hebraeus, Ta<r
?AE muAEta§ar ad-duwal. Hrsg. von An'?n êalÐ
?n
?. Beirut 1890. - Repr. Beirut (1958)
76,16-20: (Aural
?yan?s Qai§ar) malaka sitt sin
?n wa-h
?dana S
?b?r malik F
?rs wa-zawwa?ah?
<bnatah
?; fa-ban
? lah
? S
?b?r bi-F
?rs mad
?na šibh B?zan'
?y
? wa-samm
?h
?
?und
?s
?b?r; wa-k
?na
qad arsala Aural
?yan?s f
? AEidmat <ibnatih
? ?am
?>a min al-a'ibb
?< al-Y?n
?n
?n wa-hum batt? '-'ibb
al-buqr
?'
? bi-<l-mašriq; wa f
? <s-sana as-s
?disa li-Aural
?yan?s hamma bi-'-'aèy
?q >al
? <n-na§
?r
?;
wa- bain
? huwa yafkuru bi-d
?lika barqun fa - <sta½lamah? wa-m
?ta. wa-f
? h
?dih
? s-sana malaka bi-
F
?rs Hurmuzd sana w
?úida.
Übers.: (Kaiser Aurelian) herrschte sechs Jahre und schloß einen Waffenstillstand mit S
?b?r, dem
König von F
?rs, und er verheiratete seine Tochter mit ihm; S
?b?r baute für sie in F
?rs eine Stadt nach
dem Vorbild von Byzanz und nannte sie
?und
?s
?b?r; und Aurelian übersandte im Dienste seiner
Tochter eine Gruppe von griechischen Ärzten; und sie verbreiteten die ärztliche Kunst im Osten; und
im sechsten Regierungsjahr des Aurelian schickte er sich an, die Christen zu unterdrücken; und wäh-
rend er darüber nachdachte, fuhr ein Blitz herunter und verletzte ihn, und er starb; und in demselben
Jahr herrschte in F
?rs Hurmuzd ein Jahr lang.



P:
Zwei Autoren des 13. Jahrhunderts, Ibn al-Qif
'
? und Bar Hebraeus, berichten über
eine in früheren Quellen nicht überlieferte Heirat

?buhrs I. [239/40(241/42 ?) -
270/72] mit einer römischen Kaisertochter, deren Namen jedoch nicht bekannt ist. Ibn
al-Qif
'
?2 (1172-1248), vielseitiger arabischer Schriftsteller und Wez
?r, berichtet in
seinem Ta
<r
?AE al-Ðukam
?<3 innerhalb der Biographie des Arztes
?ibra<
?l b. BuAEt
?š?>
aus
?und
?s
?b?r, daß Š
?buhr I. nach der Eroberung Antiocheias und nach dem
Waffenstillstand mit dem Kaiser F
?las [Kaiser Valerian (253-260 n.Chr.)] dessen
Tochter zu ehelichen wünschte. Nach Ibn al-Qif
'
? habe Š
?buhr I. für Kaiser Valerians
Tochter die Stadt
?und
?s
?b?r nach dem Grundriß von Konstantinopel erbauen las-
sen. Zusammen mit der Kaisertochter seien zahlreiche Bewohner aus allen Bevölke-


2 A.Dietrich, Ibn al-ðif'
?. In: EI2 III(1986) 840.
3 Ibn al-Qif'
?, >Al
? Ibn Y?suf: Ibn al-Qif'
?"s Ta<r
?AE al-Ðukam
?<. Auf Grund der Vorarbeiten Aug. Müller"s
hrsg. von J.Lippert. Leipzig (1903) 133,2-17.
3
rungsschichten ihres Landes, darunter auch viele Ärzte, nach
?und
?s
?b?r gekom-
men. Der Name der neu gegründeten Stadt
?und
?s
?b?r sei von
?und
?, dem Namen
des ehemaligen Grundbesitzers dieses Gebietes, abzuleiten
4. Weiter erklärt der
arabische Autor, daß auf Š
?buhrs Initiative und durch seine Heirat mit der Tochter
Kaiser Valerians in
?und
?s
?b?r5 ein Zentrum griechischer Medizin entstanden sei.
Einen verkürzten Bericht dieser Ereignisse überliefert uns dagegen Bar Hebraeus
6
(1226-1286 n.Chr.), einer der bekanntesten jakobitischen Schriftsteller. In seinen
Schriften, "Chronicon Syriacum" und "Ta
<r
?AE muAEta§ar ad-duwal" erwähnt Bar
Hebraeus, daß - im Gegensatz zu Ibn al-Qif
'
? - Kaiser Aurelian (270-275 n.Chr.)
seine Tochter dem s
?s
?nidischen König Š
?buhr I. zur Frau gegeben und Frieden mit
ihm geschlossen habe. Nach Bar Hebraeus habe Š
?buhr I. die römische Kaiser-
tochter, deren Namen auch in dieser Quelle nicht überliefert ist, nach ihrer Eheschlie-
ßung in der von ihm erbauten Stadt
?und
?s
?b?r wohnen lassen. Als Vorbild für die-
sen Stadtneubau habe Konstantinopel gestanden
7. In Begleitung der Kaisertochter,
so berichtet auch Bar Hebraeus, wären zahlreiche griechische Ärzte nach
?und
?s
?-
b
?r gekommen, um hier die ärztliche Kunst nach den Grundsätzen der hippokrati-
schen Medizin zu praktizieren
8.
Zahlreiche Quellen
9 der zweiten und dritten Tradition berichten über die Gründung
der Stadt
?und
?s
?b?r10 durch Š
?buhr I., jedoch ohne die Heirat des Großkönigs mit
einer Kaisertochter zu erwähnen, wie Ibn al-Qif
'
? und Bar Hebraeus es tun. Fest
steht, daß Š
?buhr I. nach der zweimaligen Einnahme Antiocheias am Orontes in den
Jahren 253 und 260 n.Chr.
11
?und

?bur nach dem Vorbild dieser Stadt erbaut hat.


4 Zu den drei Namen dieser Stadt: Th.Nöldeke, Tabari (1879) 41 Anm. 2. - s. ferner R.N.Frye im
Appendix von N.Abbott, Jund
? Sh
?hp?r. In: Ars Orientalis 7(1968) 71 Anm. 1. - R.Gyselen, La
géographie administrative de l"empire sassanide (1989) 61 Anm. 182. - W.Schwaigert, Das Christen-
tum in
ï?zist
?n im Rahmen der frühen Kirchengeschichte Persiens bis zur Synode von Seleukeia-
Ktesiphon im Jahre 410 (1989) 278-284. - D.T.Potts, Gundešapur and the Gondeisos. In: IrAnt
24(1989) 323-335. - dazu die Rez. von R.Gyselen, StIr 19(1990) 265-271; hier 270. - J.Wiesehöfer,
Gundeschapur. In: Der Neue Pauly V(1998) 10. - s. auch die weiteren Literaturangaben unter L.
5 E.Kettenhofen, Römer und S
?s
?niden in der Zeit der Reichskrise, 224 - 284 n.Chr. Wiesbaden
1982. (TAVO - Karte B V 11). - id., Das S
?s
?nidenreich. Wiesbaden 1993. (TAVO - Karte B VI 3).
J.Wiesehöfer, ibid. (1998) 10. - Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 157. - R.Gyselen hält es für möglich, daß die
Münzstätte IV wegen ihres neuen Münztyps und Münzstils mit Weh-Andiy
?k-Š
?buhr oder B

?buhr,
den neuen Städtegründungen Š
?buhrs I., in Verbindung gebracht werden könne. s. M.Alram/
R.Gyselen, Ardashir I. und Shapur I. (2003) 286.
6 Bar Hebraeus = syr. Gr
?g?r bar >Ebr
?y
?; arab. Gr
?g?r Ab? <l-Fara? ibn al->Ibr
?.
7 Vgl. die unterschiedliche Bezeichnung der Stadt bei Ibn al-Qif'
?: Qus'an'
?n
?ya und bei Bar Hebraeus.
Bar Hebraeus nennt in dem Chroncicon Syriacum die Stadt QWS$N$YNPWLYS, aber in seiner ara-
bisch-sprachigen Schrift: Ta<r
?AE muAEta§ar ad-duwal heißt die Stadt B?zan'
?y
?.
8 H.H.Schöffler, Die Akademie von Gondischapur (1979) 33 Anm. 64. 9 Histoire Nestorienne (Chronik von Séert) 221. - at-Tabari, Annales I, 826,19-827,1; Th.Nöldeke,
Tabari 32-33; 40-41. - C.E.Bosworth, The History of
$abar
? 29. - al-Ja>qub
?, Historiae 180,1-3. - ad-
Dînaweri, Kitâb al-a
AEbâr a'-'iwâl 48. - Ibn Qutayba, Kitâb al ma>ârif 654; 657,7-658,14. - îamza al-
I
§fah
?n
?, Annales I 49; 52,11-14; versio 38. - al-Maqdisî, Le Livre de la création et de l"histoire III 157;
al-Tha>âlibî, Histoire des rois des Perses 494; Yaq
?t, Dictionnaire géographique, historique et littéraire
de la Perse et des contrées adjacentes II 169f.
10 W.Schwaigert, ibid. 23-25. 11 E.Kettenhofen, Die römisch-persischen Kriege (1982) 132f.: Zeittafel. - In der wissenschaftlichen
Diskussion ist das Datum der ersten Eroberung Antiocheias sehr umstritten: 252 oder 253 n.Chr. -
Für die Datierung 252 n.Chr. sprachen sich u.a. J.-Ch.Balty [Apamée (1986). Nouvelles données sur
l"armée romaine d"Orient et les raids sassanides du milieu du III
e siècle. In: CRAI (1987) 213-241; hier
228ff.] und D.S.Potter aus [Prophecy and history in the crisis of the Roman empire. A historical Com-
mentary in the thirteenth Sibylline Oracle. Oxford (1990) 290ff.; 338f.], während K.Strobel [Das Impe-
4
Unter drei Namensbezeichnungen ist diese Städtegründung in die Geschichte einge-
gangen, als B
?t L
?p
?', als Weh-Andiy?k-Š
?buhr und als
?und
?s
?b?r. Die Neugrün-
dung dieser Stadt erfolgte neben einer älteren Stadtanlage, die im syrischen Sprach-
gebrauch den Namen B
?t L
?p
?'12 trug, im Mittelpersischen aber von Š
?buhr I. in
Weh-Andiy
?k-Š
?buhr umbenannt wurde. Weh-Andiy?k-Š
?buhr13 wird mit der
Ruinenstätte in der Nähe des modernen Ortes Š
?h
?b
?d gleichgesetzt, die ca 30 km
östlich des antiken Susa in
ïuzest
?n zu finden ist. Weh-Andiy?k-Š
?buhr war nicht
nur eine der Hauptstädte
ïuzest
?ns, sondern nach al-Mas>?d
?14 in der Zeit von
239/40 (241/42) - 309 n.Chr. auch Residenz des großköniglichen Hofes von Š
?buhr
I. bis zu Hormezd II. Nach der Eroberung Antiocheias am Orontes siedelte Š
?buhr I.
in Weh-Andiy
?k-Š
?buhr die aus Syrien deportierten römischen Gefangenen, unter
ihnen viele Handwerker und Spezialisten
15, an. In Anlehnung an Antiocheia gab
Š
?buhr I. seiner Neugründung denselben Grundriß wie er aus Antiocheia bekannt
war. Von daher erklärt sich auch die Übersetzung ihres Stadtnamens: "Besser als
Antiocheia (hat) Š
?buhr (diese Stadt [Weh-Andiy?k-Š
?buhr] gemacht)"16. Sie
entwickelte sich zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum und errang durch ihre
medizinische Akademie, deren Grundstock bekanntlich auf Š
?buhr I. zurückgeht,
eine im 4. Jahrhundert n.Chr. über das S
?s
?nidenreich17 hinausgehende Bedeutung.
Unter ihrem dritten Namen
?und
?s
?b?r, den die arabischen Quellen überliefern, er-
langte diese Stadtgründung Š
?buhrs I. in islamischer Zeit ihren größten Bekannt-
heitsgrad als weit über die Grenzen anerkannte Akademie für Medizin. Der Name
?und
?s
?b?r läßt sich von dem arabischen Wort ?und in der Bedeutung von "Heer"
zurückführen und kann mit "Platz der Armee Š
?buhrs" übersetzt werden. Dagegen
dürfte Ibn al-Qif
'
?s Etymologie von
?und
?s
?b?r wohl eher auf eine Legende zurück-
gehen, die
?und
?, den vermeintlichen Eigentümer dieses Stadtgebietes, als Na-
mensgeber ansieht.
Schon vor Ibn al-Qif
'
? überliefert al-Maqdis
? (10. Jahrhundert n.Chr.)18, daß die von
Š
?buhr I. deportierten Gefangenen aus den Kriegszügen gegen das römische Reich
die griechische Medizin in
ïuzest
?n und Fars verbreitet hätten. Bar Hebraeus nimmt
sogar an, daß die Leibärzte der Tochter Kaiser Aurelians für die Ausbreitung der
griechischen Medizin nach der Lehre des Hippokrates verantwortlich seien. Wenn


rium Romanum im "3. Jahrhundert". Modell einer historischen Krise? Stuttgart (1993) 213; 235f. (Histo-
ria Einzelschriften.75.)] und E.Kettenhofen [Die römisch-persischen Kriege des 3. Jahrhunderts n.Chr.
Wiesbaden (1982) 64-102] das Jahr 253 n.Chr. vorziehen.
12 M.Morony, B?¨ Lapa'. In: EncIr IV(1990) 187-188. - W.Sundermann, Studien zur kirchengeschichtli-
chen Literatur der iranischen Manichäer II. In: AltorF 13(1986) 301; 303.
13 R.McC.Adams/D.P.Hansen, Archaeological Reconnaissance and Soundings in Jund
? Sh
?hp?r. In:
Ars Orientalis 7(1968) 53-70. - Anschließend der Appendix von N.Abbott: Jund
? Sh
?hp?r: A prelimi-
nary Historical Sketch S. 71-73 - mit dem Übersetzungsvorschlag von R.N.Frye für Weh-Andiy
?k-
Š
?buhr auf S. 71 Anm.1.
14 Nach îamza al-I§fah
?n
? (Annales 52) sei
?und
?s
?b?r von ca. 309-339 königliche Residenzstadt
Š
?buhrs II. gewesen.
15 S.N.C.Lieu, Captives, Refugees and Exiles: A Study of Cross-Frontier Civilian Movements and Con-
tacts between Rome and Persia from Valerian to Jovian (1986) 475-505; hier 481ff. - W.Schwaigert,
ibid. (1989) 19f.; 24f; 26f. - E.Kettenhofen, Deportations. II. In the Parthian and Sasanian Periods. In:
EncIr VII(1994) 297-308; hier 298.
16 J.Wiesehöfer, Gundeschapur. In: Der Neue Pauly V(1998) 10. - Ph.Huyse, ŠKZ 2(1999) 157. -
R.Gyselen hält es für möglich, daß die Münzstätte IV wegen ihres neuen Münztyps und Münzstils mit
Weh-Andiy
?k-Š
?buhr oder B

?buhr, den neuen Städtegründungen Š
?buhrs I., in Verbindung ge-
bracht werden können. s. M.Alram/R.Gyselen, Ardashir I. - Shapur I. (2003) 286.
17 H.H.Schöffler, Die Akademie von Gondischapur (1979) 33 Anm. 64.
18 Le Livre de la création et de l"histoire III(1903) 157,1-3 [arab.]; 161,1-6 [franz.].
5
auch diese Berichte die ununterbrochene medizinische Tradition in
?und
?s
?b?r her-
vorheben wollen, so scheint mir die Ausbreitung der griechischen Medizin durch die
große Zahl der deportierten Gefangenen der drei Kriegszüge Š
?buhrs I., unter denen
sich viele Christen, Handwerker und Spezialisten befanden, durchaus glaubwürdig zu
sein.
Im Hinblick auf die erwähnte Kaisertochter ist festzuhalten, daß von dieser Heirat mit
Š
?buhr I. weder in den Primär- noch in den Sekundärquellen die Rede ist. Allein
zwei Vertreter der dritten Tradition aus dem 13. Jahrhundert, Ibn al-Qif
'
? und Bar
Hebraeus, geben vor, von diesem Ereignis Kenntnis zu haben. Verdächtig ist ferner,
daß angesichts eines solchen spektakulären Ereignisses an sich auch jegliche per-
sonengeschichtlichen Angaben zur Kaisertochter fehlen. Es handelt sich hier um
eine sehr problematische Überlieferung, die als unglaubwürdig anzusehen ist. Des
Weiteren ist von Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen zwischen Š
?buhr I.
und den Kaisern Valerian und Aurelian
19 die Rede, von denen die Quellen nichts be-
richten. Ferner dürften beide Kaiser dem Erzfeind des römischen Reiches wohl kaum
ihre Tochter zur Ehe überlassen haben.






L:
Quellen:
Ibn al-Qif
'
?, >Al
? Ibn Y?suf: Ibn al-Qif'
?"s Ta<r
?AE al-Ðukam
?<. Auf Grund der Vorarbeiten Aug. Müller"s
hrsg. von J.Lippert. Leipzig (1903) 132,17-133,17. - A.Dietrich, Ibn al-
ðif'
?. In: Encyclopaedia of Is-
lam, new Edition, III(1986) 840.

Barhebraeus: Kt
?b
? d-maktb
?n?t zabn? d-s
?m l-m
?r(y) GRYGWPYWS bar >ebr
?y
?. Gregorii
Barhebraei Chronicon Syriacum e codd. Mss. emendatum ac punctis vocalibus adnotationibusque
locupletatum. prys. <p
§. [Ed. P.Bedjan]. Paris (1890) 57,11-15.
E.A.W. Budge, The Chronography of Gregory Ab
? 'l-Faraj ... Commonly Known as Bar Hebraeus.
Vol. 1. English Translation. London (1932) 56. - Repr. London 1976.

Bar Hebraeus, Ta<r
?AE muAEta§ar ad-duwal. Hrsg. von An'?n êalÐ
?n
?. Beirut 1890. - Repr. Beirut (1958)
76,16-20.


Histoire Nestorienne (Chronique de Séert). Première Partie (I).Texte arabe avec traduction fran-
çaise par A.Scher. Paris 1908. - Repr. Turnhout (1971) 221. (Patrologia Orientalis. IV,3.)


a'-ºabar
?: at-Tabari, Annales. Cum aliis edidit M.J. de Goeje. Prima series. II. Recens. J.Barth et
Th.Nöldeke. Lugduni Batavorum I(1881) 826,19-827,1; 830,14-831,7. - Dt. Übers.: Th.Nöldeke, Ge-
schichte der Perser und Araber zur Zeit der Sasaniden. Aus der arabischen Chronik des Tabari. Ley-
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19 Einziger Nachkomme Aurelians soll eine anonym gebliebene Tochter aus der Ehe mit Ulpia Seve-
rina gewesen sein. Deren Kinder hätten nach dem wenig zuverlässigen Bericht des Ps.-Vopiscus in
Rom gewohnt (Historia Augusta A 42,1; 50,2). - s. E.Groag, Domitius (36). In: RE V 1(1903) 1355. -
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hier 120 und Anm. 5.(Contributions et Travaux de l"Institut d"Histoire Romaine.8.) - Ebenso legenden-
haft mutet die Überlieferung des Zonaras (XII 27; S. 607,6-11) an, nach der Kaiser Aurelian eine der
Töchter der palmyrenischen Königin Zenobia geheiratet habe.
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